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21. Februar 2015
 
11.00 Uhr Schockfrost und Blitzeis - Tsipras gescheitert?
 
Resignation, Enttäuschung, Wut auf der einen Seite, Triumph, Zuversicht und Beckmesserei auf der anderen Seite. Dies alles ausgelöst von der Ansage, man habe sich geeinigt, Griechenland habe nachgegeben, Schäuble habe sich durchgesetzt.
 
Klar, säße ich am Schreibtisch eines Redakteurs einer der mächtigen Wahrheitsschmieden dieser Republik, ich würde auch in mit Häme verbrämten Jubel ausbrechen und wonnevoll mit dem verbalen Stiefelabsatz auf dem Fünkchen der Hoffnung, das Tsipras und Varoufakis entzündet haben, so lange herumtrampeln, bis auch der Letzte begreift, dass niemand eine Chance hat, wenn er versucht, sich gegen "die Macht" zu stellen.
 
Nun sitze ich aber nicht im goldenen Käfig der gezähmten Meinungsfreiheit, sondern draußen. Nun werde ich nicht von Friede Springer oder Liz Mohn gemästet und stehe auch nicht auf der Gehaltsliste irgendeiner Organisation, sei sie nun "Non-" oder bloß "Government".
 
Daher komme ich zu dem Schluss, der sich aus den dünnen Informationen, die inhaltlich durchgesickert sind, ergibt, dass die Verhandlung am Freitag nur deswegen nur zwei Stunden dauerte, weil sie im Grunde gescheitert ist.
 
Hat Tsipras irgendetwas unterschrieben?
Davon habe ich nichts gelesen.
 
Hat Tsipras sich rechtskräftig verpflichtet, sich von heute an zu verhalten, als hieße er Samaras und hätte die Wahl dennoch gewonnen?
Davon habe ich nichts gelesen.
 
Was offenbar wirklich nach zwei Stunden herausgekommen ist, ist eine Vertagung der Griechenlandfrage, wobei die EU sich bereit erklärt hat, auch über den einst als "absolut letzten" bezeichneten Termin hinaus, die Zusage, Griechenland weiter mit Hilfsgeldern zu unterstützen, aufrecht zu halten, während Griechenland zugesagt hat, bis zum Montag noch einmal nachzudenken und dem Brief vom Donnerstag eine konkretisierte Darstellung der Pläne der Regierung folgen zu lassen.
 
Was offenbar außerdem herausgekommen ist, ist die Bereitschaft der EU, bis Ende April weitere Mittel bereitzustellen, wenn Griechenland mit diesem Montagsbrief ausreichend glaubhaft versichert, bis Ende April die Demontage der Troika etwas gemäßigter fortzusetzen als bisher angedroht.
 
Nun mag man bei BILD, WELT, Focus und Stern gerne glauben, dass Tsipras am Sonntag einen Brief schreibt, den am Montag vorlegt, darin verspricht, alles rückgängig zu machen, was er bereits angeleiert hat, und dies nach der Genehmigung durch EU auch unverzüglich umsetzt.
 
Ich halte das für ein Ding der Unmöglichkeit.
 
Bitte:
 
Es handelt sich um zwei Monate, die vergehen werden. Sie werden ohne konkrete Handlungen vergehen, sondern in zähen Detailverhandlungen verbracht werden, in denen es in allererster Linie darum gehen wird, und nur gehen kann, wie man nach dem April 2015 weiter verfahren will.
 
Warum sollte Tsipras, wenn sich da keine Lösung abzeichnet, die Griechenland eine echte Chance bietet, im März und April zurücknehmen, was er gerade erst beschlossen hat?
 
Das ergibt keinen Sinn.
 
Wie kann man so blind sein, und nicht erkennen, dass der gestern erreichte Stand nicht der Sieg der EU über die neue griechische Regierung ist, sondern ein Zugeständnis der EU an Griechenland, dass das allerletzte Ultimatum trotz aller starken und allerstärksten Worte vorher nun doch wieder verstrichen ist, ohne dass irgendetwas Substantielles erreicht wurde?
 
Die EU hat nachgegeben. Schäuble hat nachgegeben. Es ist noch einmal Zeit spendiert worden - für Verhandlungen, die um nichts anderes gehen als um die Zeit ab Mai 2015.
 
Es ist nicht im Interesse Griechenlands, im Euro und in der EU zu verbleiben. Überhaupt nicht, es ist ausschließlich im Interesse der EU, Griechenland drin zu halten, koste es, was es wolle, weil der GREXIT nämlich doch den Domino-Effekt auslösen würde, den man so konsequent herunterzuspielen versucht.
 
Die Ankündigung, die Euro-Zone könne mit dem Austritt Griechenlands leicht fertig werden, war doch nichts als das Pfeifen im Wald. Ja. Mit dem Austritt Griechenlands könnte man fertig werden. Man muss sich nur ganz fest darauf konzentrieren, dass es ja nur und ausschließlich um Griechenland geht. Man muss sich gebetsmühlenartig klarmachen, dass Griechenland den Damm nicht brechen, sondern leichtfüßig überspringen wird. So leichtfüßig, wie es weder Spanier noch Italiener jemals schaffen könnten. Dann ist die Welt heil.
 
Doch sie wissen ganz genau - und Tsipras weiß es auch ganz genau - das uns allen die EU komplett um die Ohren fliegt, wenn Deutschlands schwarze Null sich in 80 oder 90 Milliarden Miese verwandelt, weil Kredite an Griechenland abgeschrieben werden müssen und die Bürgschaften gezogen werden. Selbsverständlich in ähnlicher Höhe betroffen sind dann Frankreich, Italien und Spanien, und die können es sich erst recht nicht leisten.
 
Tsipras hat den Aufschub gewährt. Die EU darf sich noch einmal überlegen, was ihr die weitere Mitgliedschaft Griechenlands wert ist - und dafür hat sie nun Zeit bis April.
 
Alles andere ergibt überhaupt keinen Sinn.
Nicht den geringsten.
 
 
 

 
 
Wie weit ist die EU noch von der klassischen Diktatur entfernt?
Welche Freiheiten lässt sie den Mitgliedsstaaten und ihren Bürgern noch?
Wer hat die Kommissare und die für nichts haftbaren Direktoren des ESM gewählt?
 
Was darf das EU-Parlament - und was darf es alles nicht?
 
 
 
 
 
 
 
 
Florian Stumfall klärt auf.
 
Er vergleicht die Institution "EU" mit dem, was nach klassischen Verständnis einen Staat und eine Demokratie ausmacht und schildert schonungslos die gewaltigen Defizite, die da bei der EU aufscheinen, während die Mitgliedsstaaten sich bereits weithgehend selbst entmündigt und damit die Demokratie zur Farce gemacht haben.
 
 
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aktuell:

ewk- Zur LageAusgabe 7 - Januar 2015
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Aus dem Stand und nur per Wildcard sind die deutschen Handballer bei der WM bis ins Viertelfinale gekommen.
 
Leider wurden diese Spiele wieder nur im Bezahlfernsehen gezeigt, so dass die Begeisterung der relativ kleinen Handballgemeinde nicht wirklich auf uns alle übergesprungen ist.
 
Wollen alle Mädchen wirklich entweder Ballettschuhe oder Reithosen?
 
Nein, es gibt auch welche, die unbedingt Handball spielen wollen.
 
Michaela Salewski Renner hat die Geschichte eines solchen Mädchens aufgeschrieben - und auch die Handball-Jungs kommen darin keineswege zu kurz.
 
Alle miteinander sind sie
die Handball-Helden
 

Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln
die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
Das Buch "Die Handball-Helden - Handball ist der Hit" von Michaela Salewski-Renner, selbst eine begeisterte "Handball-Mutter", kann dazu beitragen. Es ist das erste erzählende Kinderbuch zum Thema Handball, und es ist ein Mädchen, das (erst gegen den Willen ihrer Eltern) zur echten Handball-Heldin wird.
 
Ganz nebenbei lernen die Kids dabei auch die wichtigsten Regeln kennen - und der Deutsche Handball-Bund hat zu diesem Buch ein Vorwort beigesteuert.
 
Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
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Spiele die Daumen drücken - bis zur nächsten WM.
Mindestens!
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

Glocalis

Die Welt fair ändern

 

 

 

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Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

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