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18. Februar 2015
 
08.00 Uhr Euro - Drachme - GREXIT. Pokern für Anfänger.
 
Zweierlei ist beim Pokerspiel nützlich:
 
a) gute Karten in der Hand zu hallten
b) Botulinus-Spritzen in jedem einzelnen Gesichtsmuskel
 
Das Nützlichere ist das zur Unbeweglicheit aufgespritzte Gesicht, weil man damit auch noch dann gewinnen kann, wenn man sehr schlechte Karten hat.
 
Ein Drittes sollte beim Pokern nie außer Acht gelassen werden, weil es sonst nämlich ein vollkommen sinnlos-zweckfreies Freizeitvergnügen ist, und das ist der Pot. Um den geht es. Wer pokert, will alles haben, was auf dem Tisch liegt - und dabei sind wir mitten in der Pokerrunde um Griechenland.
 
Was liegt da eigentlich auf dem Tisch, was ist im Pot?
 
Fakt ist: Da ist überhaupt nichts. Die Spieler sitzen um den Tisch, einer fordert den anderen auf, endlich einen Einsatz zu wagen, doch keiner rückt was raus. Sieht auf den ersten Blick so aus, als hätte keiner das Spiel kapiert. Doch das täuscht.
 
Wir sehen nämlich keine beliebige Pokerrunde, sondern das letzte Spiel eines langen Abends, und dieses Spiel zeichnet sich dadurch aus, dass alle am Tisch vollkommen pleite sind, schon genug verloren haben und nur noch mitspielen wollen, wenn ein anderer einen so großen Batzen auf den Tisch legt, dass damit die Chance besteht, den vorangegangen Verlust, wenn schon ncht auszugleichen, so doch zu mildern.
 
Wenn kein Mitspieler eine Pokerrunde vorzeitig verlässt, und am Ende alle pleite sind und der Pot leer, dann müssen alle miteinander auch schon bei Beginn des erstens Spiels völlig pleite gewesen sein, oder doch zumindest kein Geld zum Pokern eingesteckt haben.
 
Das ist allerdings die Tatsache, doch die wird sehr geschickt unter dem Tisch gehalten. Was sie mitgebracht haben, alle miteinander, waren Schulden, Schulden, Schulden.
 
Welcher der Staaten im Euro konnte denn zu Beginn der Griechenlandkrise vor mindestens fünf Jahren von sich behaupten, keine Schulden zu haben, oder zumindest so wenige Schulden, dass diese innerhalb von 20, 30 oder 50 Jahren aus den Haushaltsüberschüssen getilgt werden könnten? Estland. Vielleicht. Mit 2 Milliarden Schulden und einem BIP von 20 Milliarden hätte Estland vielleicht eine Chance zur Tilgung, ist aber viel zu klein, um überhaupt schon am Tisch der Großen mitspielen zu können.
 
Und welcher Staat der Euro-Zone konnte bis heute seine Staatsschulden nachhaltig und spürbar senken?
 
Die Staaten der Euro-Zone waren im 3. Quartal 2014 insgesamt mit 12,2 Billionen Euro verschuldet! Davon entfielen 2,155 Billionen oder 17,6 Prozent auf Deutschland!
Griechenland hatte zu diesem Zeitpunkt 315 Milliarden Schulden, also nur 2,6% der Gesamtschulden der Euro-Zone, das sollte, wegen des "Gewichts" dieser Schulden auch nicht unerwähnt bleiben.
 
Nun haben diese Schuldenbarone mit der Euro-Einführug Mut gefasst, schnell noch ein paar Schulden gemacht, und mit diesen Staatsschulden eine Bank gegründet, die sie EZB nennen. Das Eigenkapital der EZB, das ja von den Mitgliedsländern eingebracht wurde, ist - man kann es nicht anders bezeichnen, zu 100% schuldenfinanziert Nach und nach kamen dann noch ein EFSF und ein ESM dazu - beide mit dem schönen Wörtchen "Stabilisierung" im Namen, und weitere nationale Anstalten un Anstrengungen, die allesamt zu 100% schuldenfinanziertes Eigenkapital ausweisen, um auf Basis eigener Schulden anderen Schuldnern neue Kredite zu geben. Nirgends steht auch nur ein Groschen erspartes Geld dahinter. Überall gähnen stattdessen nur unermessliche Löcher von Schulden.
 
Doch statt sich deswegen selbst erbärmlich und schuldig zu fühlen,fühlen sie sich reich und mächtig und stark genug, um sich mit vereinten Schulden gegenseitig am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, in dem alle miteinander - die einen etwas langsamer, die anderen etwas schneller - versinken.
 
Groteskere Überzeugungen sind gemeinhin nur bei den Anhängern fanatischer Auferstehungs-Kulte zu finden, oder unter Stubenfliegen, die immer wieder gegen die gleiche Scheibe krachen, ohne jemeils zu begreifen, das Fensterglas zwar licht- aber eben nicht stubenfliegendurchlässig ist.
 
Das ganze Pokerspiel, angefangen mit der Vereinbarung der Spielregeln von Maastricht, konnte nie einen anderen Zweck haben, als mit Geld, das man sich bei den Märkten zusammengeborgt hat, gegenüber einem oder mehreren Mitspielern in die Rolle des Gläubigers schlüpfen zu können und damit das Machtgefüge innerhalb der Euro-Zone zu verändern.
 
Es ist im Grunde ein Spiel der Mafia, Schuldscheine aufzukaufen und dann mit allen Mitteln der unmittelbaren Gewalt dafür zu sorgen, dass der Endschuldner sich zu Tode schuftet, was letztlich dazu führt, dass seine restliche Habe an den Gläubiger fällt, bevor irgendwelche Erben sich Hoffnungen machen dürfen.
 
Griechenland hat nun erklärt, in diesem Zirkus nicht mehr länger den dummen August geben zu wollen. Das ist verständlich. Irgendwann wird die Evolution auch Stubenfliegen hervorbringen, die nicht mehr gegen Fensterscheiben knallen, wobei es allerdings - im Verhältnis der Hirngrößen - auch bei den Menschen verdammt lange gedauert hat, bis einer gewählt wurde, der begriffen hat, dass die Hilfsvereinbarungen für Griechenland langsam aber sicher einen lebenden Leichnam aus Griechenland machen, der von finsteren Voodoo-Priesterin in Brüssel. Frankfurt und Berlin ferngesteuert wird.
 
Doch statt die Fliege an die Luft zu lassen, in dem man ihr das Fenster einen Spalt weit öffnet und dann nicht mehr vom unangenehmen Surren und dem ewigen "Batsch-Peng" belästigt wird, wollen die Fliegendompteure erreichen, dass der Brummer vom ewigen Aufprall auf die Scheibe noch völlig kirre wird, und dichten das Fenster auch noch ab, so dass nicht die geringste Ritze mehr frei bleibt.
 
Von Pokerface keine Spur mehr. Die Seele kocht! Man wird es ihnen schon zeigen, den Griechen, wie sie dastehen, wenn sie nicht mehr mitspielen wollen. Übertrieben gespielte Übermacht versucht hilflos die panische Angst zu überdecken, nach dem Ausstieg Griechenlands aus dem großen Spiel selbst nackt dazustehen. Denn dazugewonnen haben sie ja nichts, im Gegenteil, auch ihre Schulden sind gewachsen.
 
Den Eurokraten, die fleißig an der Herstellung immer neuer Schulden für die Fortführung des Euro-Pokers sorgen, bleibt vor Staunen die Kinnlade in der Kniegegend hängen, wenn sie feststellen, dass die Fliege drauf und dran ist, sich von der Fensterscheibe abzuwenden und das Haus fröhlich durch die weit offene Tür zu verlassen.
 
Sie hatte sich ja sowieso nur geirrt, verflogen, die griechische Fliege, das Leichtgewicht in der Euro-Zone. Sie war einem verlockend süßen Geruch gefolgt - hat dann aber nichts als künstliche Aromastoffe gefunden, in der längst leergefressenen Küche, und den Leim, auf dem sie kriechend verenden sollte.
 
Wenn Griechenland vom Tisch aufsteht und die Pokerrunde verlässt, nimmt es keinen Cent Gewinn mit. Es war ja von Anfang an nichts im Pot.
 
Doch diejenigen, die Schulden gemacht haben, um sich zum Gläubiger und damit Beherrscher Griechenlands zu machen, die gucken in die Röhre. Die müssen ihre Schulden nun alleine tilgen, was sie allerdings auch müssten, wenn Griechenland keinen Schuldenschnitt verlangt oder aus dem Euro austritt. Das einzige, was sie verlieren, ist das Gefühl, Macht über eine griechische Regierung erlangt zu haben, die Freude, ganz offen von Berlin, Brüsse, Paris und Frankfurt aus einen souveränen Staat fremdbestimmt regieren zu können.
 
Griechenland wird nicht untergehen.
Im Inneren eine neue Währung in ausreichender Menge bringt Handel und Wandel wieder Gang, lässt die Arbeitslosigkeit schrumpfen und den Wohlstand wachsen.
Nach außen werden die Forderungen der Gläubiger einfach offen bleiben, bis Griechenland wieder in der Lage ist, aus einem Überschuss zu zahlen.
 
Und sollten die sich geprellt fühlenden übrigen Verlierer Griechenland in die Isolation treiben wollen, Konten sperren und Auslandsvermögen einziehen, dann treiben sie die Griechen damit geradewegs in die Arme der BRICS-Staaten. Zur Freude Putins.
 
 

 
 
Wie weit ist die EU noch von der klassischen Diktatur entfernt?
Welche Freiheiten lässt sie den Mitgliedsstaaten und ihren Bürgern noch?
Wer hat die Kommissare und die für nichts haftbaren Direktoren des ESM gewählt?
 
Was darf das EU-Parlament - und was darf es alles nicht?
 
 
 
 
 
 
 
 
Florian Stumfall klärt auf.
 
Er vergleicht die Institution "EU" mit dem, was nach klassischen Verständnis einen Staat und eine Demokratie ausmacht und schildert schonungslos die gewaltigen Defizite, die da bei der EU aufscheinen, während die Mitgliedsstaaten sich bereits weithgehend selbst entmündigt und damit die Demokratie zur Farce gemacht haben.
 
 
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aktuell:

ewk- Zur LageAusgabe 7 - Januar 2015
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Aus dem Stand und nur per Wildcard sind die deutschen Handballer bei der WM bis ins Viertelfinale gekommen.
 
Leider wurden diese Spiele wieder nur im Bezahlfernsehen gezeigt, so dass die Begeisterung der relativ kleinen Handballgemeinde nicht wirklich auf uns alle übergesprungen ist.
 
Wollen alle Mädchen wirklich entweder Ballettschuhe oder Reithosen?
 
Nein, es gibt auch welche, die unbedingt Handball spielen wollen.
 
Michaela Salewski Renner hat die Geschichte eines solchen Mädchens aufgeschrieben - und auch die Handball-Jungs kommen darin keineswege zu kurz.
 
Alle miteinander sind sie
die Handball-Helden
 

Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln
die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
Das Buch "Die Handball-Helden - Handball ist der Hit" von Michaela Salewski-Renner, selbst eine begeisterte "Handball-Mutter", kann dazu beitragen. Es ist das erste erzählende Kinderbuch zum Thema Handball, und es ist ein Mädchen, das (erst gegen den Willen ihrer Eltern) zur echten Handball-Heldin wird.
 
Ganz nebenbei lernen die Kids dabei auch die wichtigsten Regeln kennen - und der Deutsche Handball-Bund hat zu diesem Buch ein Vorwort beigesteuert.
 
Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
Gleich bestellen - und dann für die nächsten
Spiele die Daumen drücken - bis zur nächsten WM.
Mindestens!
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

Glocalis

Die Welt fair ändern

 

 

 

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Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

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