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14. Februar 2015
 
13.15Uhr Griechenland: Staubtrockener Regen und gleißend helle Finsternis
 
Das alles muss es in jenem wundersamen Lande geben, denn nur unter solchen Rahmenbedingungen lässt sich auch so etwas wie ein "schleichender Run" herstellen, und den haben die Leute bei ZEIT-Online nun festgestellt.

Sie haben sich sogar zu der ins Übersinnliche weisenden Formulierung durchgerungen:
"Der schleichende Bank-Run geht unvermindert weiter".
 
Nun denn, es ist Fasching und die Narren haben Hochsaison. Was soll's also?
 
Die eigentliche Nachricht besagt, dass die Griechen ihre Bankkonten räumen. Täglich 200 bis 300 Millionen würden abgezogen. Bei gut 10 Millionen Einwohnern sind das immerhin 20 bis 30 Euro pro Nase und Tag, und wenn man das auf den Monat hochrechnet, handelt es ich immerhin schon um 600 bis 900 Euro pro Nase.
Seit November, so heißt es auch, hätten die Griechen ihre Konten um 20 Milliarden Euro geleert. Das sind nun gut drei Monate, und wenn man die herunterbricht auf Tage, dann landen wir wieder bei den 20 Euro pro Tag und Nase.
 
Unerstellt man, dass tatsächlich die breite Masse der Bevölkerung an dieser Kontenschmelze beteiligt ist, dann könnte man das, in Anbetracht der Arbeitslosigkeit, der zusammengestrichenen Löhne und Renten, sowie weiterer brutaler Sparmaßnahmen, als die Auflösung von Sparguthaben zur Sicherung des Lebensunterhalts ansehen.
 
Das kann es aber nicht sein, denn dann stünden die Euros ja weiterhin auf den Konten der Griechen, nur halt nicht mehr bei den Konsumenten, sondern bei den Händlern und Produzenten.
 
Die andere Möglichkeit besteht darin, dass nach und nach jeder, der noch ein Guthaben hat, auf die Idee kommt, die Euros nachhause zu tragen und unters Kopfkissen zu legen, damit man nach der Wiedereinführung der Drachme, deren Wert ja von aller Welt schon vorausschauend kleingeredet wird, wenigstens noch ein halbwegs stabiles Zahlungsmittel in der Tasche hat, das man dann villeicht sogar zu einem supertollen Kurs doch noch in Drachmen umtauschen kann.
 
Das ist, volkwirtschaftlich betrachtet, gar kein Problem, es würde sogar eines lösen, nämlich nach einer Währungsumstellung, durch Umtausch von Euros in Drachmen, a) die Liquidität in Drachmen zu erhöhen und b) fällige Euro-Schulden auch mit Euros bezahlen zu können.
 
Die dritte Möglichkeit ist natürlich auch nicht auszuschließen, dass nämlich das Kapital, das scheue Reh, auf der Flucht ist, und Euro-Konten auflöst, um damit anderswo zum Beispiel Dollar-Konten einzurichten. Dies wäre allerdings weniger der Sorge vor der Rückkehr zur Drachme geschuldet, als der Angst um den Untergang des Euros, die ja auch keineswegs unberechtigt ist.
 
Doch auch dabei handelt es sich ja um Geld, das außer den Eigentümern niemandem zur Verfügung steht, weder dem Staat, noch den Banken, bei denen es verbucht war, so dass es eigentlich jedermann vollkommen schnurzpiepegal sein könnte, in welcher Währung und in welchem Land der reiche griechische Reder seine Penunzen verwahrt.
 
Dass das nicht egal ist, ja dass nicht einmal die Euros unter dem Kopfkissen egal sind, ist der vollkommen legalen Handlungsweise der Banken geschuldet, Geld zu verleihen, ohne welches zu haben. Das ist in Deutschland nicht anders als in Griechenland, in Frankreich nicht anders als in den USA oder Kanada.
Es wäre egal, würden die Banken die Einlagen ihrer Kunden dabei unangetastet im Safe liegen lassen, dann könnten die auch jederzeit wieder ausgezahlt werden. Und für Geld, das nicht bar eingezahlt, sondern auf ein Konto überwiesen wurde, müsste die Zentralbank jederzeit Banknoten herausrücken, weil ein entsprechendes Guthaben auf dem Zentralbankkonto jederzeit die erforderliche Deckung aufwiese.
 
Genau das ist allerdings nicht der Fall. Die Banken "spielen" mit den Einlagen ihrer Kunden, und sie spielen hoch. Sie versuchen natürlich, immer so viel "Reserve" zu haben, dass die normalen durchschnittlichen Abbuchungen und Auszahlungen erledigt werden können, doch wenn ständig mehr Geld abfließt als wieder zufließt, steht so eine Bank dann auch schon mal vor der Tatsache, dass sie selbst über keine flüssigen Mittel, bzw. ausreichende Reserven bei der ZB verfügt, um den Ansinnen der Kundschaft nachkommen zu können.
Zu dem Zweck hat die EZB den griechischen Banken allerdings gerade eben erst rund 60 Milliarden Notfallkredite zugesichert. Denn nichts wäre verheerender für den Euro als die Banken eines ganzen Landes schließen zu müssen, weil die allesamt nicht in der Lage sind, Geld, das sie einst angenommen haben, auch wieder auszuzahlen.
 
Außerdem kann die EZB, wenn die 60 Milliarden nicht reichen sollten, auch noch 100 Milliarden, oder 200 Milliarden an Notfallkrediten hinterherwerfen. Das ist technisch überhaupt kein Problem und rein rechtlich kennt sowieso niemand mehr einen Skrupel, wenn es um den Euro geht.
 
Was nicht da ist, wird nachgedruckt. Spielt überhaupt keine Rolle.
 
 
Ich wüsste gerne, wie viel vom Guthabenabbau bei griechischen Banken darauf zurückzuführen ist, dass Konsumenten ihre Sparguthaben plündern und ein Großteil der Einnahmen aus den damit bezahlten Einkäufen ins Ausland abfließt, um Importe zu bezahlen und/oder Schulden zu tilgen.
 
Sollte dies nämlich einen erheblichen Teil darstellen, dann wäre damit sogar der Beweis erbracht, dass die Austeritätspolitik auf sehr direktem Wege sogar den Zusammenbruch des Bankwesens hervorbringt, weil dieses - systembedingt - massives "Entsparen" in keiner Weise bewältigen kann.
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 
 
Wie weit ist die EU noch von der klassischen Diktatur entfernt?
Welche Freiheiten lässt sie den Mitgliedsstaaten und ihren Bürgern noch?
Wer hat die Kommissare und die für nichts haftbaren Direktoren des ESM gewählt?
 
Was darf das EU-Parlament - und was darf es alles nicht?
 
 
 
 
 
 
 
 
Florian Stumfall klärt auf.
 
Er vergleicht die Institution "EU" mit dem, was nach klassischen Verständnis einen Staat und eine Demokratie ausmacht und schildert schonungslos die gewaltigen Defizite, die da bei der EU aufscheinen, während die Mitgliedsstaaten sich bereits weithgehend selbst entmündigt und damit die Demokratie zur Farce gemacht haben.
 
 
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aktuell:

ewk- Zur LageAusgabe 7 - Januar 2015
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Aus dem Stand und nur per Wildcard sind die deutschen Handballer bei der WM bis ins Viertelfinale gekommen.
 
Leider wurden diese Spiele wieder nur im Bezahlfernsehen gezeigt, so dass die Begeisterung der relativ kleinen Handballgemeinde nicht wirklich auf uns alle übergesprungen ist.
 
Wollen alle Mädchen wirklich entweder Ballettschuhe oder Reithosen?
 
Nein, es gibt auch welche, die unbedingt Handball spielen wollen.
 
Michaela Salewski Renner hat die Geschichte eines solchen Mädchens aufgeschrieben - und auch die Handball-Jungs kommen darin keineswege zu kurz.
 
Alle miteinander sind sie
die Handball-Helden
 

Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln
die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
Das Buch "Die Handball-Helden - Handball ist der Hit" von Michaela Salewski-Renner, selbst eine begeisterte "Handball-Mutter", kann dazu beitragen. Es ist das erste erzählende Kinderbuch zum Thema Handball, und es ist ein Mädchen, das (erst gegen den Willen ihrer Eltern) zur echten Handball-Heldin wird.
 
Ganz nebenbei lernen die Kids dabei auch die wichtigsten Regeln kennen - und der Deutsche Handball-Bund hat zu diesem Buch ein Vorwort beigesteuert.
 
Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
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Spiele die Daumen drücken - bis zur nächsten WM.
Mindestens!
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
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Karl Waldecker

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Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

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Manfred J. Schmitz vorbei.

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Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

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