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Zum heutigen Tageskommentar passt gut ein inzwischen 12 Jahre alter Aufsatz, dem ich allen zur nochmaligen Lektüre empfehle:
Wachstum herbeisparen - paradox oder paranoid?
 

31. Januar 2015
 
10.15 Uhr Die Griechen kriechen nicht mehr
 
 
Es bedurfte einer Information aus den USA, um herauszufinden, dass die Griechen erfolgreich die Ausweitungen der Sanktionen der EU gegen Russland verhindert haben. Erst eine umfangreiche Recherche im Kleingedruckten der Tageszeitungen gab einen leicht verschleierten Hinweis darauf. Hier der Artikel der
 
Das, und die klar und deutlich ausgesprochene Weigerung, sich weiter von der Troika schurigeln (=schleifen, quälen, foltern) zu lassen, löst eine geheuchelte Empörung aus, wie man sie ansonsten auch nur von psychopathischen Sadisten aus mittelmäßigen Horrorfilmen kennt, wenn ihr Opfer versucht, zu entkommen.
 
Vor allem die Unseren, also Schäuble und Merkel, aber auch der Steuerberater der Großkonzerne, Juncker, lehnen sich aus dem Fenster, damit wir erfahren, dass sie den neuen griechischen Ministerpräsidenten "warnen". Es gäbe kein Geld mehr, wenn er nicht alle alten Vereinbarungen einhält und sich auf weitere neue einlässt, und einen Schuldenschnitt gäbe es schon gar nicht. Das war übrigens überall in den Schlagzeilen.
Gestern fragte ich mich, ob sich Martin Schulz nicht manchmal selbst peinlich ist. Heute kann ich den Kreis derjenigen, die nicht aufhören, sich zu blamieren, um einige Namen mehr erweitern.
 
Wovor sollen die Griechen sich denn fürchten?
 
Wer in der Hölle schmort, hält die Sahara schon für das gelobte Land. Die Analyse, die Tsipras und seine Fachminister vorlegen, ist doch von vorne bis hinten korrekt. Weiter am Tropf der Troika zu hängen, ist doch nichts als die Leidensverlängerung auf der Intensivstation und die absolute Abhängig von kalter Apparatschik-Medizin.
 
Für den Patienten, der erkennt, dass er von Tag zu Tag schwächer wird, der daraus den Schluss zieht, er müsse sich selbst - und auf eigene Verantwortung - entlassen, ist das doch die einzige Alternative zum weiteren Dahinsiechen. Wenn er dann draußen steht, ihm der frische Wind um die Nase weht, und er sich an der nächsten Ecke erst mal ein leckeres Essen genehmigt, statt weiter die Miniportion einer zerkochten Schonkost hinunterzuwürgen, geht es ihm doch schon besser. Und wenn Tsipras Teile der schon laufenden Privatisierungen stoppt, andere gar nicht erst mehr ins Rollen kommen lässt, dafür entlassene Staatsdiener wieder einstellt und die Renten wieder erhöht, usw., usw., dann ist das doch genau die "Kalorien- und Vitalstoffzufuhr", die der griechischen Volkswirtschaft vorenthalten wurde.
 
Wer sagt denn, dass Tsipras alles mit Euros bezahlen muss? Wer sagt denn, dass Griechenland darauf warten muss, bis irgendjemand einem Schuldenschnitt zustimmt?
 
Wenn Griechenland schlicht nicht zahlt, dann stehen die Gläubiger mit langen Gesichtern da. Ihre einzige Chance bestünde darin, die gewählte Regierung durch Anwendung von Gewalt zu neutralisieren, also einen Putsch zu organisieren, oder gleich eine Armee der Willigen in Marsch zu setzen, um Griechenland im Handstreich zu erobern. Das wiederum würde allerdings den NATO-Fall auslösen und das Chaos auf dieser Welt vollends komplettieren.
 
Ein hübscher Schachzug Griechenlands könnte es allerdings sein, seinen Gläubigern die den Griechen von den Nazis aufgedrückten Zwangsanleihen und noch offene Reparationsrechnungen zu feinen Paketen zu schnüren, so genannte NBS (Nazi-backed-securities) und diese entweder direkt den Gläubigern zu übertragen oder sie einem Hedge Fonds anzubieten.
 
Mit dem Erlös könnte vermutlich die halbe griechische Staatsschuld abgetragen werden. Der Rest wird ganz gestrichen, Griechenland kehrt zur Drachme zurück und schließt sich dem BRICS-Bündnis, mit eigener Weltbank und eigenen Währungsfonds an.
 
Doch was sagen die Unseren?
"Wir lassen uns nicht erpressen!"
 
Das ist ungefähr so, wie wenn der Geiselnehmer, auf die Erklärung der von ihm erpressten Verwandtschaft der Geisel, sie können nur 1 Million aufbringen, statt der geforderten 2 Millionen, in der Manier des geprellten Ehrenmannes erklärt: Ich lasse mich nicht erpressen.
 
Unser Geldsystem hat für die Tilgung von Schulden nur zwei Lösungen: Entweder zusätzliche Neuverschuldung - oder Deflation, bis zur völligen Erschöpfung der Liquidität bei dennoch weiter steigenden Vermögen und Schulden.
 
Wenn sich irgendein Politkasper hinstellt, und von den Griechen verlangt, sie müssten ihre Schulden tilgen, dann möge er sich doch bitte erst an der eigenen Nase fassen. Welcher Staat der kapitalistischen Wertegemeinschaft ist denn in der Lage seine Schulden zu tilgen? Deutschland etwa? Vier Jahre mit Steuereinnahmen wie 2014 (ein hochgejubeltes Spitzen-Steuer-Einnahme-Jahr) würden gerade ausreichen, um die im regulären Haushalt ausgewiesenen Schulden zu tilgen.
 
Der grausame Witz dabei ist: Dass der Staat noch ein paar andere Aufgaben hat, als Schulden zu tilgen, was wiederum viel Geld kostet.
 
Es funktioniert nicht. Um einen Schuldenschnitt kommt auf lange Sicht niemand herum, und ob nun die Inflation die Vermögen entwertet oder ein Schuldenschnitt, das ist sowas von schnurzpiepegal ...
 
Ich finde es toll, was die Griechen machen.
Und dafür gibt es noch viele weitere gute Gründe - und am Grunde eines jeden Problems, sitzt nicht - wie früher, ein Deutscher - sondern die EU.
 
 
 
 
Wie weit ist die EU noch von der klassischen Diktatur entfernt?
Welche Freiheiten lässt sie den Mitgliedsstaaten und ihren Bürgern noch?
Wer hat die Kommissare und die für nichts haftbaren Direktoren des ESM gewählt?
 
Was darf das EU-Parlament - und was darf es alles nicht?
 
 
 
 
 
 
 
 
Florian Stumfall klärt auf.
 
Er vergleicht die Institution "EU" mit dem, was nach klassischen Verständnis einen Staat und eine Demokratie ausmacht und schildert schonungslos die gewaltigen Defizite, die da bei der EU aufscheinen, während die Mitgliedsstaaten sich bereits weithgehend selbst entmündigt und damit die Demokratie zur Farce gemacht haben.
 
 
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

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