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30. Mai 2014
 
10.00 Uhr Berufsbezeichnung: Kaeser
 
Die Bundesagentur für Arbeit hat in ihren Berufsinformationen zum Thema "Kaeser" viele wissenswerten Fakten zusammengetragen.Hier ein kurzer Auszug:
 
Zunächst bereiten Käser/innen die Milch im Lagertank vor und überprüfen ihre Käsetauglichkeit. Im nächsten Arbeitsschritt dicken sie die Milch ein und schöpfen sie in Formen, aus denen die Molke abläuft.
Die beim Eindicken entstehende Gallerte, den so genannten Bruch oder Labquark, impfen sie nun mit Schimmelpilz- und BakterienReinkulturen. (...) Während des gesamten Produktionsprozesses prüfen sie den
Käse hinsichtlich Geschmack, Konsistenz und Geruch, um die Qualität zu sichern.
 
Siemens beschäftigt seit einiger Zeit einen Kaeser.
 
Offensichtlich hat er die Human-Ressources im Unternehmensverband inzwischen geprüft und ihre Käsetauglichkeit festgestellt. Nun dickt er die Belegschaft ein und schöpft sie in neue Formen, wobei, wie gewünscht, die Molke in Form von 11.600 Mitarbeitern ablaufen wird.
 
Siemens kann sich freuen, denn im nächsten Schritt erfolgt dann vermutlich die Impfung mit Schimmelpilz- und Bakterien-Kulturen ...
 
Ich hab ja mal bei Siemens gelernt. Lange her.
 
Ich erinnere mich an eine Unterrichtsstunde im betrieblichen Unterricht. Unser Ausbildungsleiter, Jo B., erklärte damals, welche Vorteile die Größe eines Unternehmens hat. Zum Beispiel, wenn Personalkosten gesenkt werden müssen, könne Siemens das, aufgrund seiner Größe, faktisch vollkommen ohne öffentliche Aufmerksamkeit vollziehen. Einfach im Laufe von ein paar Monaten an allen Standorten die natürliche Fluktuation nicht ersetzen - und wenn das nicht reicht, ebenfalls an allen Standorten ein paar wenige Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Gründen entlassen.
 
Auf diese Weise können man sich von mehreren Tausend Mitarbeitern trennen, und Zig-Millionen D-Mark einsparen, ohne dass das überhaupt irgendjemandem auffällt.
 
Damals war es noch nicht schick, Menschen auf die Straße zu setzen. Man schämte sich eher solcher Maßnahmen und fürchtete, damit Gerüchten über wirtschaftliche Schwierigkeiten Nahrung zu geben.
Damals schaltete man sogar noch Stellenanzeigen, auch wenn man gar keine Mitarbeiter brauchte, nur das Image des erfolgreichen Unternehmens hochzuhalten.
 
Heute ist es notwendig, immer wieder große Rationalisierungs- und Entlassungswellen anzukündigen, selbst wenn man zugleich unter einem erdrückenden Fachkräftemangel leidet, nur um nicht in den Verdacht zu geraten, die Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.
 
 
Heute wird ein Unternehmen nicht mehr primär zur Befriedigung der Nachfrage geführt und ausgerichtet, sondern zur Befriedigung der Kapitalinteressen, die sich wiederum nicht auf langfristige Bilanzentwicklungen verlassen, sondern nur noch nach kurzfristigen Cash an der Börse gieren.
 
Damals zahlte Siemens über viele, viele Jahre hinweg unverändert nicht mehr und nicht weniger als 8 DM Dividende auf die 100 DM-Aktie. Alles was darüber war, ging in die Rücklagen - zu einem ordentlichen Teil auch in die Gewinnbeteiligung der Beschäftigten. Die Devise lautete damals, dass es darauf ankommt, das Unternehmen zu stärken, und die Aktionäre honorierten das.
 
Heute ist die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter im Vergleich zu damals sehr weit zusammengestrichen, vor allem die unteren Einkommensgruppen und Mitarbeiter mit nicht allzulanger Firmenzugehörigkeit wurden davon abgeschnitten, während die Gehälter und Tantiemen des oberen Führungskreises durch die Decke gingen. Die Dividende schwankt mit der Ertragslage, und der Börsenkurs wird von Zockern nach aktueller Nachrichtenlage mal rauf, mal runter getrieben.
 
Klar, dass vom früheren "Geist des Hauses Siemens" inzwischen nicht mehr viel mehr übriggeblieben ist, als das Leitbild einer beliebigen Großkäserei.
 
Doch was soll das Gejammere.
Die Zeiten haben sich geändert.
 
Und auch für Jo Kaeser gilt:
 
Man muss mit der Zeit gehen, sonst muss man mit der Zeit gehen.
 
Also tut er einen zeitgemäßen Job.
Er ist ja, wenn auch ein Leitender, so doch auch nur ein Angestellter - und muss dafür sorgen, dass seine Chefs zufrieden sind.
 
Und seine Chefs, das sind nun mal die "Damen und Herren Märkte".
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Neuerscheinung Mai 2014

Egon W. Kreutzer

Wo bleibt die Revolution
Die Sollbruchstelle der Macht


 

24. Mai 2014

Schon wieder wurde ein totes Neugeborenes gefunden.

Die Mutter hatte es wohl in einer Zugtoilette zur Welt gebracht - denn dort wurde es gefunden.

Nun drohen ihr fünf Jahre Gefängnis wegen Kindstötung.

Die Nachrichten, ob in Rundfunk, Fernsehen oder den Boulevard- Blättern, berichten entweder kurz, sachlich und nüchtern, oder emotional überladen und Schuld zuweisend.

Nicole Eick hat in Frauenhäusern, Schwangerenberatungsstellen und im klinischen Sozialdienst gearbeitet. Sie kennt das, was wir verharmlosend "Soziale Brennpunkte" nennen, aus eigener Anschauung aus nächster Nähe.

Ihr Roman beleuchtet nicht nur die schreckliche Tat. Sie schildert die ausweglos erscheinende Notlage einer Kindsmutter, die fast selbst noch ein Kind ist, sie zeichnet die Situation der Familie nach - wenn man das, wo sie lebt, so nennen kann - und sie kümmert sich um die Aspekte des Umfeldes, vom Obdachlosen, der das Kind beim Stöbern in den Mülltonnen noch lebend findet, bis hin zu den Ermittlungen der Polizei, den Aufregungen in den Zeitungsredaktionen und den Befürwortern und Gegnern von Babyklappen und großzügigerern Adoptionsregeln.

ABFALL ist ein mitreißender, spannender Roman, der Missstände nicht aufzählt, sondern beim Lesen miterleben lässt.

ABFALL wirft Fragen auf, die unsere Gesellschaft endlich beantworten muss, wenn wir uns nicht alle paar Wochen wieder darüber erregen wollen, wenn irgendwo ein toter Säugling gefunden wird.

ABFALL ist im EWK-Verlag erschienen, nachdem die renommierten Verlage der Autorin gesagt haben: "Das will niemand lesen."

Wollen Sie es auch nicht lesen?

 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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