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27. September 2014
 
07.30 Uhr Irrenhaus Europa
 
Tri-tra-trullala - lustig ist's in Ottawa
 
Sie wissen nicht, was sie tun, sie wissen nicht, was sie dürfen, sie wissen nicht, was schon verabschiedet ist, und nicht, was noch verhandelt werden kann, sie wissen nicht, wo sie zustimmen müssen und wo es keine Zustimmung braucht, aber sie wursteln dahin, wie volltrunkene Halbwüchsige, die einen Omnibus geklaut haben und nun damit losbrettern.
 
Van Rompuy meint, mit großväterlich senilem Gesichtsausdruck, ganz in der Tradition von Lübke und Ulbricht: Die Verhandlungen sind abgeschlossen, alle Mitgliedsstaaten haben zugestimmt. Das Abkommen CETA ist verkündet. Nun mal los, mit der Freihandelei!
 
Und van Rompuy muss es ja wissen. Er ist schließlich - ja was isser denn eigentlich?
So eine Art Eigentümer-Beirats-Vorsitzender der EU, das isser.
 
Gelesen hat er die anderthalbtausend Seiten sicherlich nicht. Hauptsache, er darf sich mit der großen Schere ans blaue Band stellen und den Spruch aufsagen: "Hiermit erkläre ich den kanadisch-niederländischen Freihandel für eröffnet", dann einmal ordentlich "schnipp" machen und ergriffen den Klängen der Blaskapelle lauschen, die da intoniert: "Nun gnade euch Gott, die ihr einfältig und reinen Herzens seid ..."
 
Siggi, der Einfache im Doppelpack, der lange schweigend mitmauschelte, um zuletzt drei Tage lang in der Heimat in sein verbeultes Jagdhorn zu tuten, er sei ja auch dagegen, und werde nicht zulassen, dass das längst Verabredete unterschrieben wird, hat damit wieder einmal die finale Ruhigstellung der Genossen erreicht, obwohl jeder hätte wissen können, dass Siggi, der Einfache, vor der EU-Machenschaften-Maschine so hilflos dasteht, wie der Feldhamster vor dem Bagger, dass zwar beide die Backen wunderschön aufblasen können, aber sonst eben nichts ...
 
Gauck, der deutsche Rompuy, gewissermaßen, war auch drüben, in Ottawa, und hat mitgefeiert und mit feierlich pastoraler Stimme die Bedenken der Deutschen entschuldigt.
 
Ja, und nun scheint irgendwer in Deutschland davon auszugehen, dass dieses Drecksabkommen noch von den nationalen Parlamenten abgesegnet werden müsste.
Das wiederum sieht Herr Barroso ganz anders. Es sei erstens kein Dreckspapier, sondern das bestmögliche Abkommen, zweitens würde Deutschland am meisten davon profitieren, und drittens, was geht ein nationales Parlament an, was die EU und Kananda in jahrelangen geheimen Verhandlungen auskaspern. Da hätte man die Parlamente und die Regierungen und die Bevölkerungen ja gleich von Anfang an mit beteiligen können, wenn es auf deren Zustimmung wirklich ankommen sollte. Nee, nee - das ist der falsche Weg!
 
Wie heißt es so schön: Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf die Frösche nicht fragen.
 
Aber bis es soweit ist, darf und muss man den Fröschen einreden, dass sie gefragt werden würden, aber natürlich erst, wenn es soweit ist.
 
Das nennt man dann einen "Überraschungscoup", wenn man sie doch nicht fragt, und hinterher gratuliert man sich dazu, zum Überraschungscoup!
 
(Alles, was mir dazu jetzt noch einfällt, entfernt sich so weit von allen Regeln der Nettiquette, dass ich es lieber für mich behalte.)
 
 
ähhh -
das mit dem Eigentümer-Beirats-Vorsitzenden der EU, das war nicht soooo ernst gemeint.
 
Die EU steht schließlich nirgendwo im Grundbuch - und eine Teilungserklärung gibt es auch nicht, weshalb die Merkel und der Hollande auch nicht behaupten können, ihnen gehöre Deutschland und Frankreich, um nur die beiden großmächtigsten zu nennen.
 
Nee, denen gehört nicht heute Deutschland und morgen die EU und übermorgen die ganze Welt, denen gehört gar nix.
 
Da kommen die bloß von selbst nicht drauf. Da haben die einen Knacks im Gebälk. Wir haben die doch engagiert, trotz ihrer jämmerlichen Casting-Show mit Einschaltquoten unter aller Sau. Die sollen uns den Hausmeister machen - doch inzwischen sind sie frech geworden und halten sich für die Eigentümer und uns für ihre Mieter, die froh sein dürfen, überhaupt noch in ihren Wahnfried-Vorstellungen leben zu dürfen.
 
Trösten wir uns mit einer leicht modifizierten Limonaden-Werbung:
 
Wir sind doch alle ein bisschen kafka!
 
 
Klar, wusst ich doch:
 
Einer von hundert hat mal was von Kafka gehört,
einer von tausend hat mal was über ihn gelesen,
einer von zehntausend hat mal was von ihm gelesen,
also muss ich das auch noch erklären:
 
Kafka, Franz, hat zu seiner Zeit das dicht gewobene Netz- und Gitterwerk, aus Macht und rechtgewordener Willkür, dem das Individuum hilflos ausgeliefert ist, erkannt und versucht, ihm literarisch Ausdruck zu verleihen.
 
Ist auch egal, es hat ja auch nichts genutzt.
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
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Freimut Kahrs
 
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Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Egon W. Kreutzer

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

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eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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