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16. September 2014
 
10.00 Uhr Weltkrieg gegen 30.000 Mann
 
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde die Zahl der IS-Kämpfer von rund 10.000 auf rund 30.000 angehoben. Vermutlich auf ähnliche Weise, wie aus 6 Millionen Arbeitslosen in Deutschland 3 Millionen gemacht wurden. Man hat mal wieder "anders" gezählt. Doch das nur am Rande.
 
Es ist nämlich im Grunde gleichgültig, ob sich da in den Wüstenregionen 10.000 oder 30.000 leicht bewaffnete Gotteskrieger aufhalten. Nach allem, was man von denen sieht und hört, zieht ein Großteil davon zu Fuß durch den Wüstensand und schwenkt zur Abschreckunge schwarz-weiße Stofffetzen an mehr oder weniger kurzen Stöcken. Die hauptsächliche Bewaffnung besteht aus Gewehren, Pistolen und Messern.
 
Gut, da mag es auch noch Handgranaten und Panzerfäuste geben, sicherlich auch ein paar Minen, vielleicht auch ein paar Granatwerfer einfacher Bauart, vielleicht auch ein bisschen Artillerie, doch was es nicht gibt, sind Panzer, was es gar nicht gibt, sind Hubschrauber, und was es schon überhaupt nicht gibt, sind Kampfflugzeuge, weitreichende Raketen, Fregatten, Korvetten, U-Boote und Flugzeugträger, es gibt keine verbunkerten Befehlszentralen, keine Aufklärungssatelliten, keine Drohnen, kurz - sie verfügen über nichts, womit heutzutage Kriege geführt werden.
 
Natürlich sind sie schwer zu fassen. Da hat Gerd Flegelskamp recht, der gestern schrieb, IS-Kämpfer mit Bomben treffen zu wollen, sei ungefähr so problematisch, wie im heimischen Schlafzimmer mit dem MG Jagd auf Stechmücken zu machen, doch unmöglich ist es nicht.
 
Es gibt eine große Anzahl von Waffensystemen, die in der Lage sind, mit einem einzigen "Schuss" die Fläche von einem halben Quadratkilometer von sämtlichen Weichzielen zu befreien - und die lückenlose Überwachung des "Aufmarschgebietes" durch Satelliten und Drohnen, die nicht nur Bewegungen optisch erkennen, sondern auch sämtliche elektronische Kommunikation auffangen, trägt sehr dazu bei, dass selten ein "Schuss" daneben gehen muss.
 
Auch - oder vielleicht sogar gerade - in weiträumigen, menschenleeren Gebieten ist es ein Leichtes, kämpfende Einheiten zu isolieren und vom Nachschub abzuschneiden. Wir leben ja nicht mehr zu Zeiten Rommels, dem es noch gelungen sein soll, britische Kampfflieger dadurch abzuschütteln, dass er seinen Panzerfahrern befahl, erst links zu blinken und dann rechts abzubiegen ... ;-))
 
O.k., das ist die Situation. Ich bin kein Generalstäbler, doch halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass ein einziges US-Kampfflugzeuggeschwader von einem Flugplatz in Bagdad aus in der Lage wäre, innerhalb von zwei Wochen ungefähr ein Drittel der IS-Truppen zu vernichten und den Rest zu zwingen, sich in aller Eile aller schwarzen Fahnen und allen Schießgerätes zu entledigen, um als Zivilisten den weiteren Angriffen zu entgehen.
 
Damit wäre die Fantasie-Blase vom Islamischen Staat erst einmal geplatzt, die Kurden könnten sich nach Kurdistan zurückziehen, die Jesiden könnten zurückkehren in ihre angestammten Gebiete - und Videos von Enthauptungen würden auch so schnell nicht mehr auftauchen.
 
Was soll also der Zirkus mit großen internationalen Konferenzen, deren Ziel es ist, eine gigantische Streitmacht zu bilden, an der UNO und am Sicherheitsrat vorbei, versteht sich, um einen noch größeren Krieg gegen den Terror loszutreten, als wir ihn sowieso schon haben?
 
Wieso müssen sich in Paris mehr als zwei Dutzend Staaten unter Führung der USA zu einem Bündnis gegen IS zusammenschließen? Warum ist Hollande so scharf darauf, dabei mitzuwirken, dass er schon mal Aufklärungsflugzeuge losgeschickt hat?
 
Haben die alle Angst, IS könnte tatsächlich mit 30.000 Kämpfern aus Nordafrika aufbrechen, um New York und Washington, Paris und London, Berlin und Warschau, Rom und Wien zu überfallen und in Schutt und Asche zu legen?
 
Dann sollten sie sich miteinander in psychiatrische Behandlung begeben. Solche Ängste sind heilbar, genauso wie Flugangst oder Arachnophobie.
 
Eine solche Streitmacht der Willligen schmiedet man nicht, um ein paar größenwahnsinnigen Wüstensöhnen Mores zu lehren.
 
Eine solche Streitmacht der Willigen braucht man, um eine hochgerüstete und kampferprobte Armee zu schlagen.
 
Der Aufmarsch der Willigen, ohne UN-Mandat (was an Russlands Veto scheitern würde), zielt viel weniger auf die IS-Milizen als auf Syrien - was gut damit zusammenpasst, dass selbstverständlich die "gemäßigten" Jihadisten, die seit Jahren versuchen, den Umsturz in Syrien herbeizuführen, weiter unterstützt und ausgerüstet werden.
 
Obama hat Truppen frei, weil es in der Ukraine einfach nicht zum Krieg kommen will, also beschäftigt er sie derweil mit Aufgaben in Syrien. Dass es zwischen dem Irak und Syrien keine Grenze mehr gibt, jedenfalls für ihn nicht, hat er ja schon bekanntgegeben. Das wird also ein Spaziergang ins Niemandsland.
 
Wir dürfen glauben, dies alles geschieht, damit nicht noch weitere westliche Journalisten enthauptet werden, sollen uns aber nicht wundern, dass in Saudi Arabien die Enthauptung als Todesstrafe ungefähr 50 bis 100 Mal pro Jahr vollstreckt wird, wobei durchaus auch noch "Zauberei" zu den Verbrechen zählt, wegen derer die Todesstrafe verhängt werden kann.
 
Natürlich ist die Enthauptung eines Straftäters in einem Rechtsstaat weder grausam noch für die westliche Wertegemeinschaft unerträglich, Giftspritzen oder Elektrische Stühle sind ja auch humane und weltweit akzeptierte Maßnahmen zur Eindämmung der Kriminalität. Dass da hin und wieder auch mal ein Unschuldiger hingerichtet wird, gehört zu den Kollateralschäden des Rechtsstaats, genau so, wie die Zivilisten, die zufällig von einem Drohnenpiloten in Hackfleisch verwandelt werden. Auch das entbehrt jeglicher Grausamkeit, weil in einem Krieg gegen Terror eben Opfer gebracht werden müssen.
 
Frank Walter Steinmeier schließt eine direkte deutsche Beteiligung an US-Luftschlägen im Irak derzeit noch aus. Sein außenpolitischer Widerpart in der GroKo, Philipp Missfelder (mir missfällt er) hält das für falsch. Am Schluss werden Uschi und Mutti das wohl untereinander auswürfeln.
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
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Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

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Egon W. Kreutzer

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

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Politik im Spiegel
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http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

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http://www.sozialticker.com

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http://www.cleanstate.de/start.html

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nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
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