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Am 23. Juli ist das Dossier ewk - Zur Lage, Ausgabe 4, erschienen.

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11. August 2014
 
10.30 Uhr Ausschreibung zum "Walter-Schwerdtfeger-Award 2014"
 
Wir in Deutschland haben wieder einmal die beliebteste Regierung aller Zeiten. Das hat nicht der ADAC festgestellt, der sich um beliebteste Autos verdient gemacht hat, die Meldung stammt ursprünglich auch weder von ARD oder ZDF, wo es große Erfolge bei der Feststellung von "Besten" aller Art gegeben hat, die Informatiion stammt, wie könnte es anders sein, vom unbestechlichsten aller Meinungsforschungsinstitute auf deutschem Boden. Kein Wunder also, dass die per Gesetz zur neutralen Berichterstattung verpflichtete ARD sich immer wieder dieses Instituts bedient, wenn es gilt, Meinungen zu erfassen, aufzubereiten und zu verbreiten.
 
Also hat Infratest Dimap unsere Sommer-Sonne-Urlaubs-Laune in der letzten Woche wieder einmal auf einen neuen Höchststand emporgehoben, als es - im Auftrag von ARD und "WELT" herausgefunden hat, Merkels Regierung sei so beliebt, wie noch nie.
Wie ein Fanfarenstoß ging diese Kunde hinaus ins Land, und jeder Redakteur, der seinen Posten behalten wollte, stieß mit voller Macht ins gleiche Horn. Ein wahrer Platzregen von Regierungs-Beliebtheits-Nachrichten ging über die urlaubs-wonnetrunkene Nation nieder und spülte die letzten Reste von Zweifel samt den Zweiflern in die Gullis.
 
Ganz Deutschland liebt Angela Merkel und die große Koalition und alle Minister und Staatssekretäre und Regierungssprecher - ja selbst der Bundespräsident, wiewohl offiziell nicht der Regierung zugehörig, erstrahlte neu im Lichte dieser Offenbarung.
 
Das erinnert stark an Asterix und Obelix:
 
"Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten ..."
 
Um die Glaubwürdigkeit dieses Beliebtheits-Rankings zu untermauern, wurde sogar noch eigens hausgemachte Kritik verstreut, allerdings nur, um diese im gleichen Atemzug auch wieder zu widerlegen. So ließ der Focus in seinem Wurmfortsatz "Huffington Post.de" von Sebastian Christ schreiben:
 
"Die ganze Republik ist in seliger Kanzlerinneneuphorie. Ich nicht. Im Ernst, Deutschland: Geht's noch?"
 
Dann aber schreibt er munter drauflos.
Es gäbe zwar noch Arbeitslose, aber vor 10 Jahren waren es doch noch fast doppelt so viele. Außerdem wächst die deutsche Wirtschaft seit fünf Jahren in Folge. Das aber sei noch lange kein Anlass, die zur Raute geformten Hände in den Schoß zu legen. Es könnte Deutschland noch viel, viel besser gehen und die Regierung könnte noch unendlich viel beliebter sein, würde Angela Merkel nicht immer das Gefühl vermitteln, das alles in Ordnung sei. Dabei fehlt es ihr nicht nur an Visionen, sie hätte sich auch von der SPD per Koalitionsvertrag über den Tisch ziehen lassen, um nun einer Regierung vorzustehen, der jeglicher Wille zur Gestaltung fehlt. Laut schreien möchte er, dieser Sebastian Christ, um die Partei CDU ins Leben zurückzurufen, die sich derzeit nur noch als programmatischer Zombie wahrnehmen lässt.
 
Das ist doch Spitze!
Alle Kritik, die an dieser beliebtesten Regierung noch möglich ist, wird so wunderschön kanalisiert, dass die einen noch froher sind, von Angela Merkel regiert zu werden, und nicht von Sebastian Christ, während die anderen froh sind, dass dieser Gipfel der Beliebtheit noch lange nicht das Ende der Fahnenstange darstellt, sondern nur eine Etappe auf dem Weg in die glorreichste aller deutschen Zukunften.
 
Anders als Sebastian Christ, der die Ergebnisse der Umfrage ernst nimmt und uns glauben lassen will, dass wir alle glauben, schon bestmöglich regiert zu werden, während er seine Kritik daran festmacht, dass noch viel mehr möglich wäre, würde nur endlich einmal kraftvoll durchregiert, halte ich die Veröffentlichung dieses Infratest-Dimap Ergebnisses für eine Art mediales Psychopharmakon mit stark sedierender und zugleich euphorisierender Wirkung, das mit steigender Häufigkeit der Verabreichung zu immer besseren Resultaten führt.
 
Einer der wenigen deutschen Journalisten, der die geheimen Anweisungen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, die über die Reichspressekonferenz vermittelt wurden, an ausländischen (feindliche) Presseorgane weitergab, saß deswegen bis zum Kriegsende 1945 im Zuchthaus.
 
Heute würde man ihn einen "Whistleblower" nennen.
 
Wir sprechen heute oft und gerne wieder von einer "glechgeschalteten" Presse. Dies allerdings beruht nur auf der Beobachtung, dass die Pressefreiheit ganz überwiegend so genutzt wird, dass in Nachrichtenauswahl, Gewichtung und Kommentierung ein einheitlicher Tenor zu erkennen ist.
Einen eindeutigen Beweis für eine "Steuerung" der Medien nach vorgegebenen Richtlinien oder Anweisungen gibt es nach meinem Wissen bisher nicht. Der "rauchende Colt", den Walter Schwerdtfeger damals sichtbar gemacht hat, bleibt, so es ihn denn gibt, weiterhin im Dunkel.
 
Daher habe ich beschlossen, den Journalisten, der einen solchen Nachweis öffentlich erbringt, mit dem "Walter-Schwerdtfeger-Award" auszuzeichnen.
 
Das ist nicht mehr als eine Urkunde, die in kleinem Rahmen verliehen wird.
 
Ein Preisgeld gibt es nicht. Das käme ja den 30 Silberlingen gleich, die sich Judas verdiente, doch werde ich mit meinen Möglichkeiten nach Kräften dazu beitragen, Erkenntnisse und Beweise öffentlich zu machen.
 
In dem Spiegel-Artikel "Der Abgrund" zur Thematik von Recht und Landesverrat vom 9. Januar 1963, wird Walter Schwerdtfegers Fall erwähnt und die Übernahme des nationalsozialistischen Landesverrats-Paragraphen ins bundesrepublikanische Gesetzbuch kritisiert. Dazu hieß es dort und damals:
 
Hitler hatte seine perfekte Landesverrats-Guillotine nicht nur aus Demonstrationsgründen montiert. Von 1934 an arbeitete sie unentwegt - in den seltensten Fällen freilich gegen wirkliche Agenten.
 
Beispielsweise verurteilte der Vierte Senat des Volksgerichtshofes im Juli 1935 den Berliner Journalisten Walter Schwerdtfeger wegen vorsätzlichen Landesverrats in einem Fall und fahrlässigen Landesverrats in zwei Fällen zu lebenslänglichem Zuchthaus. Schwerdtfeger hatte einem österreichischen und einem französischen Kollegen über Sprachregelungen berichtet, die von der Reichsregierung auf ihren regelmäßigen Pressekonferenzen ausgegeben worden waren. Unter anderem hatte er erzählt, daß angeordnet worden sei, künftig über die der Industrie auferlegte Ausfuhrförderungsumlage nichts mehr zu schreiben.
Solche "Sprachregelungen" schlugen sich alsbald in der gleichgeschalteten deutschen Presse nieder und konnten schon deshalb allenfalls in einer Diktatur als "Staatsgeheimnis" gelten.
 
Furchtlos aber übernahm das Parlament der Bundesrepublik sechs Jahre nach Kriegsende dieses nationalsozialistische Landesverratsrecht in die demokratische Gegenwart. Und nur der Zentrumsabgeordnete Reismann erklärte vor dem Plenum: "Wir (knüpfen) daran die Erwartung, daß es einem Richterstand und einem Stand von Staatsanwälten in die Hand gegeben wird, die sich bewußt sind, was für eine Aufgabe ihnen hiermit anvertraut ist, Richtern und Staatsanwälten, die mit dem demokratischen Staat Unserer Tage innerlich verbunden sind."
 
Der komplette Spiegel-Artikel von 1963
 
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
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Karl Waldecker

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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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.

Ihr Egon W. Kreutzer

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viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
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