Reset - home - neu laden

 Start

 Paukenschläge

 Tageskommentare
 Bücher  Kontakt  Impressum

aktuell: Vergatterung BDSG
 Geld Gesundheit  Gastbeiträge

Am 23. Juli ist das Dossier ewk - Zur Lage, Ausgabe 4, erschienen.

 Autoren - Texte - Manuskript - BoD -
Book on Demand - Verlag - Lektorat - ISBN - Kontakt
Informationen 
5. September 2014
 
10.00 Uhr Die 500 Ärmsten Deutschlands
 
Haben Sie schon gelesen? Die WELT hat wieder einmal ein Ranking in die WELT gesetzt, ganz oben am Seitenrand steht "Wir wissen, wo es die meisten Nullen gibt", und dann kommt ein Artikel über die Schäfflers und die Aldis, die Würths und die Quandts.
Alleine 150 Milliardäre soll es in Deutschland geben - und, es sind nicht die obersten 10 Prozent, nicht das oberste Prozent, sondern es sind die allerletzten 0,1 Prozent, die zusammen 1.627 Milliarden besitzen.
 
(Es kann natürlich sein, dass die WELT sich da verrechnet hat. Denn 700.000 Deutsche sind nicht 0,1 sondern knapp 1 Prozent, und falls es 0,1 Prozent sind, dann sind das nur 70.000 Deutsche. Doch, ganz oben steht, wir wissen, wo es die meisten Nullen gibt ..., und das erklärt solche kleinen Ungereimtheiten ganz von selbst.)
 
Unter Betriebswirtschaftlern bedient man sich für die unterschiedlichsten Zwecke einer wunderschönen Technik zur Erstellung aussagekräftiger grafischer Darstellungen. Die ABC-Analyse.
 
Ich skizziere das hier nur flüchtig:
 
 
Zuerst sortiert man die Werte nach ihrer Größe - hier das Vermögen - trägt diese Werte dann so in das Koordinatensystem ein, dass sich eine Kurve des Gesamtvermögens ergibt, beginnend beim Reichsten, bis dann am Schluss auch noch der Glückspfennig des Ärmsten zum Gesamtvermögen addiert ist. Es ergibt sich (nicht nur bei den Vermögen) eine Kurve, die sehr steil ansteigt, um am Ende sehr, sehr flach auszulaufen.
 
Dann teilt man diese Kurve in drei Bereiche, üblicherweise da, wo etwa 50 Prozent des
Wertes stehen und da, wo etwa 80 Prozent des Wertes stehen. Hier mit grünen Rechtecken markiert.
 
Handelt es sich dabei nicht um Vermögen, sondern zum Beispiel um die Umsätze, die man mit jedem einzelnen Artikel erzielt, dann sind die wenigen A-Artikel diejenigen, die ungefähr die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Denen wird man besondere Beachtung schenken und Sorge dafür tragen, dass sie auch weiterhin umsatzstark bleiben.
 
Die B-Artikel, von denen jeder einzelne schon sehr viel weniger zum Gesamtumsatz beiträgt, erhalten ebenfalls noch eine gewisse Aufmerksamkeit, weil aus ihnen ja immerhin noch 30 Prozent des Umsatzes kommen, doch im Zweifel wird man hier selektieren, versuchen, die stärksten Artikel noch zu pushen, während man bei den schwächeren überlegt, wie man eine "Auslaufstrategie" gestalten könnte.
 
Die letzten 80 Prozent werden "missachtet". Die laufen so mit, runden das Angebot ab, und selbst wenn einer davon im nächsten Jahr ganz ausfallen sollte, spielt es im Grunde keine Rolle.
 
Sie sehen, diese Kurve ist ziemlich universell anwendbar, und die Schlüsse, die daraus gezogen werden, sind immer die gleichen.
 
Die Aufmerksamkeit, Zuwendung, Hege und Pflege erhalten die Großen, im Mittelstand wird abgewogen und selektiert, und der große Rest, in dieser Betrachtung die Armen, die ganz Armen und die Allerärmsten, bedürfen keiner Beachtung. Deren Schicksal ist für das große Ganze irrelevant. Diesen Bodensatz gibt es immer, die sind austauschbar und machen, bei Licht betrachtet, mehr Arbeit als sie Nutzen bringen.
 
Warum also sollte sich die WELT die Mühe machen, die 500 Ärmsten Deutschlands ausfindig zu machen und denen eine Story widmen? Es gibt doch mindestens 5 Millionen Ärmste, bei denen der Unterschied in der Armut so gering ist, dass er gar nicht mehr in Euro ausgedrückt werden kann.

Was wäre das für ein Aufwand: 5 Millionen Ärmsten nachzurecherchieren, ihre Armut zu erfassen, in Zahlen auszudrücken, Storys dazu zu schreiben.
"Womit, wodurch, auf welche Weise haben Sie sich Ihre Armut erarbeitet?", müsste ein Heer von Reportern fragen, um doch immer nur die gleichen Antworten zu erhalten. Zudem: Wie dick müsste die Printausgabe der WELT werden, um alleine die Namen dieser 5 Millionen abzudrucken? Das ergäbe mehr als 10.000 Seiten - und da wäre noch nicht einmal eine einzige Seite Werbung dabei!
 
Außerdem: Wer würde sich dieses ungefähr einen Zentner schwere Papier kaufen, welcher Kiosk könnte es überhaupt draußen in den Ständer stecken? Wie sollten diese Unmengen von Papier rechtzeitig bedruckt werden? Gäbe es überhaupt genügend Lkws, um die WELT dann noch von der Druckerei zu den Abonnenten zu bringen?
 
Sorry, wer sich mit Armut beschäftigen wollte, stünde vor einer Herkules-Aufgabe, und Herkules ist halt auch schon lange tot.
 
Da wenden wir den Blick lieber den Türmen des Reichtums zu, freuen uns mit den Milliardären über die unbegrenzten Möglichkeiten, die der Kapitalismus jedem eröffnet, der nur fleißig genug schafft und beschränken unser Wissen über die Armut auf die Einsicht, dass es diese C-Menschen halt gibt, dass es aber überhaupt keinen Sinn macht, sich darum zu kümmern. Es sind einfach viel zu viel, und selbst wenn man da noch etwas verbessern könnte, würde das am Kurvenverlauf nichts ändern. Also kann man's auch gleich bleiben lassen.
 
Danke, liebe WELT, für diese Erkenntnis, auch wenn sie bei euch noch nicht einmal zwischen den Zeilen zu lesen ist.
 
 
Ganz zum Schluss noch eine Nebenrechnung:
 
1.627 Milliarden, das ist das Vermögen von 0,1 Prozent der Bevölkerung.
Würde man davon nur die Hälfte unter die 5 Millionen Ärmsten verteilen, es kämen für jeden immer noch 160.000 Euro heraus.
 
Wetten: Von den 5 Millionen würden glatt 4 Millionen vor Überraschung einen Herzinfarkt erleiden! Ist es da nicht auch im Sinne der Volksgesundheit besser, die Reichen behalten ihre Vermögen für sich?
 
Hier noch ein Link auf eine Seite, der mich soeben erreichte, da steht drin, wie sich die Ärmsten um sich selbst kümmern können. Passt wunderbar zur ersten Veröffentlichung des ELIAS-Instituts.
 
Genau in diese Richtung zielt übrigens auch GLOCALIS, ein Buch, das die Selbstorganisation aus einem noch etwas erweiterten Blickwinkel betrachtet und die Strukturen, die Armut und Reichtum, als ein sich gegenseitig bedingendes Gegensatzpaar hervorbringen, analysiert und daraus ein Modell entwickelt, das eine erstrebenswerte Zukunft beschreibt, an der wir alle mitarbeiten können.
 

 

Karl Waldecker

Glocalis

Die Welt fair ändern

 

 

 

 
 

 
 
 
Florian Stumfall
 
Das EU-Diktat

 

 

 

 
Vom Untergang der Freiheit
in Europa
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
(Cover anklicken)
 
Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
Die ungeschriebenen
Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

zum Online-Shop


 Newsletter abonnieren
ändern oder kündigen

 

 

 

 

 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 Google

auf egon-w-kreutzer.de suchen

 
Archiv Arbeitsplatzvernichtung
 
 
ewk-Zur Lage
Ausgabe 4 vom 23. Juli 2014
ewk- Zur Lage
Ausgabe 3 - Welt - Europa - Deutschland
ewk- Zur Lage
Ausgabe 2 - Krieg um die Krim
Förder-Abonnement
incl. ewk - Zur Lage
 
  Kaffeekasse

Zum Online-Shop:


Wissen was kommt,

bevor es zu spät ist.


Egon W. Kreutzer

Wo bleibt die Revolution
Die Sollbruchstelle der Macht



 

 Meistgelesen

Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -