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Am 23. Juli ist das Dossier ewk - Zur Lage, Ausgabe 4, erschienen.

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3. September 2014
 
10.00 Uhr Die Euro-Bonds-Debatte ist wieder da
 
Wenn ein Banker den Euro-Bonds das Wort redet, gehen bei mir die roten Lampen an.
Wenn Herr Blessing von der Commerzbank sich plötzlich für Euro-Bonds stark macht, beginnen die roten Lampen hektisch zu blinken.
Wenn dieser Herr Blessing als Begründung dann auch noch ausführt: "Die gemeinschaftliche Haftung der Euroländer ist bereits Realität", sollten eigentlich bei jedermann die Sicherungen durchbrennen.
 
Der Chef der Commerzbank, mit der Lizenz zum Gelddrucken als Sproß einer ehrwürdigen Bankerfamilie geboren, führt schließlich ein Institut, dem es einerseits nicht besonders gut geht, das sich andererseits - nach der desaströsen Übernahme der Dresdner Bank - vom Steuerzahler retten ließ und sich seitdem zu knapp einem Fünftel im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland befindet.
 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der "Gastbeitrag" Blessings im Handelsblatt ohne Abstimmung mit dem Hauptaktionär, vertreten durch Wolfgang Schäuble, in die Welt gesetzt wurde. Blessing hat sich entweder zum heimlichen Regierungssprecher machen lassen, oder er hat einfach keine Lust mehr, der Commerzbank vorzustehen.
 
Für die "keine-Lust-mehr-Theorie" sprechen nur die Zahlen der Commerzbank. Schlechte Zahlen alleine machen einen Vorstandsvorsitzenden aber nicht nervös. Die gehören zu seinem Job, genau so wie gute Zahlen, wenn diese erwünscht sind.
Sein im Zuge der Rettung auf 500.000 Euro jährlich gedeckeltes Gehalt wurde ja inzwischen auch wieder auf 1,3 Millionen (inzwischen vielleicht auch mehr) angehoben. Immer noch mau, im Vergleich zu den Vorstandskollegen der Deutschen Bank, aber doch auch mehr als nur ein Butterbrot. Spricht auch nicht unbedingt für "keine Lust".
 
Für die "der-neue-heimliche-Regierungssprecher-Theorie" spricht die desaströse Lage der EU und des Euro-Landes. Der französische Wirtschaftsminister ist im Ein-Mann-Aufstand gegen die von Deutschland verordnete Austeritätspolitik zurückgetreten. Mario Draghi hat jüngst seine Missachtung der gleichen Politik klar ausgesprochen. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Alle bisher verordneten Rezepte haben die Krankheit nicht lindern können, und der anschließende Versuch, mit der Steigerung der Dosis mehr zu erreichen, hat die Lage verschlimmert, statt verbessert.
 
Die Angst vor dem Auseinanderbrechen des Euros bekommt fast täglich neue Nahrung, und das macht die heimlichen Beherrscher der EU in Berlin nervös.
Natürlich kann sich Schäuble nicht selbst hinstellen, und plötzlich in den Euro-Bonds, die er bislang verteufelt hat, die Rettung sehen. Das wäre äußerst unglaubwürdig.
 
Doch Blessing, der unverdächtige Banker, der da mal seine Gedanken geäußert hat, wird auf ein frohgemutes Echo stoßen. Wie sagte Blessing vorher immer?
"Euro-Bonds sind der letzte Schritt der politischen Integration".
 
Genau dieser Satz ist die goldene Brücke, über die man gehen könnte, um die EU endgültig aus einer Vertragsgemeinschaft in eine Art Bundesstaat zu überführen.
 
Die ganz enge Anbindung aller Mitgliedsländer, eine gemeinsame, von Brüssel ferngesteuerte Wirtschaftspolitik, die endgültige Entmündigung der nationalen Parlamente, das ist doch die "volle politische Integration".
Es gibt genügend ausgeblutete Staaten in der EU, die selbst einen Bund mit dem Teufel unterschreiben würden, kämen sie nur - über Euro-Bonds - wieder an bisschen Liquidität.
 
Der Umbau des ESM zu einer Schuldenagentur, wie Blessing es jetzt vorschlägt, würde diesen wieder Luft zum Atmen verschaffen, das sollen sie jedenfalls glauben.
 
Nachher wird es sein wie in Schillers Wallenstein.
(General Tiefenbach: "Vor Tische las man's anders!")
 
Statt Luft zum Atmen, wird es ein von Berlin dominiertes, europäisches Wirtschafts- und Finanzministerium geben, das über die Neuverschuldung und die Verwendung der Mittel wacht, bzw. sie gleich vorschreibt.
 
Vom ökonomischen Zwang zusammengetrieben, soll die politische Union erschaffen werden. Das Gerede, von der Krise, die erforderlich sei, um Europa wirklich zu einen, scheint sich auf der Zielgeraden zu wähnen.
 
Vor allem, weil die von der EU mit angezettelte Krise um die Ukraine ebenfalls gute Vorwände liefert, die politische Union endlich auf die Beine zu stellen und sämtliche Streitkräfte unter die Befehlsgewalt eines europäischen Verteidigungskommissars zu stellen.
 
Es ist dies - nach dem um Haaresbreite gescheiterten Anlauf, an den Menschen vorbei, eine europäische Verfassung zu installieren, und der Union damit den Anstrich von Staatlichkeit zu verleihen - der erste Ansatz zum zweiten Versuch, Europa in einen endgültig entdemokratisierten Wirtschaftsraum zu verwandeln.
 
Achten Sie auf den Fortgang der Debatte, die jetzt angestoßen wurde.
Die Südländer werden Interesse zeigen. Berlin wird sich noch sträuben. Die Deflation, nicht nur von Draghi an die Wand gemalt, wird uns einholen - Merkel und Schäuble werden Einsicht zeigen, aber Gegenleistungen fordern. Und weil die nicht wirksam einklagbar sind, werden sie die politische Union im Handstreich übers Knie brechen wollen.
 
 
 
 

 
 
 
Florian Stumfall
 
Das EU-Diktat
 

 

 

 
Vom Untergang der Freiheit
in Europa
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
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Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
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Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Egon W. Kreutzer

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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