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Am 23. Juli ist das Dossier ewk - Zur Lage, Ausgabe 4, erschienen.

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2. August 2014
 
10.30 Uhr Haderthauer, Christine
.
 
 
Frisch, fromm, fröhlich und frei, gelegentlich, wie der Bayer sagt: "a bisserl gschnappig", hat Christine Haderthauer sich einen Fensterplatz in der Bayerischen Staatskanzlei erobert.
 
Ihr Geschick, vorteilhafte Situationen zu nutzen, Chancen zu erkennen und wahrzunehmen, lässt sich selbstverständlich nicht in einen persönlichen und einen politischen Teil trennen. Entweder, man hat Skrupel, oder man hat keine, entweder man liebt seinen Nächsten um seiner selbst willen, oder wegen seiner Nützlichkeit.
 
 
Ließe sich menschlicher Charakter nach Belieben umschalten, würde man von einem Menschen verlangen, von 8 Uhr früh bis 17 Uhr nachmittags, wenn erforderlich, auch länger, als edler Politiker zum Wohle aller von ihm vertretenen Menschen zu agieren, während er in der Zeit zwischen 17 Uhr und 8 Uhr am nächsten Morgen, sein gewinnstrebendes Privatleben zu führen hätte, wir hätten die Schizophrenie zum Normalfall erhoben, während der Normalfall als eine Art Zwangsneurose therapiert werden müsste.
 
Nein. Christine Haderthauer hat nichts getan, was nicht jeder außerordentlich erfolgreich wirtschaftende Mensch auch tun muss, um sein Vermögen zu mehren. Sie hat billig eingekauft, weil sie gegenüber dem Hersteller eine Art Nachfragemonopol innehatte - und sie hat so teuer verkauft, wie es möglich war, weil sie gegenüber den Kunden das Angebotsmonopol innehatte - und wenn sie das auch nicht selbst getan hat, so hat sie doch als Firmenteilhaberin zumindest daran mit verdient.
 
Das tun die wenigen großen Einzelhändler, die den deutschen Markt dominierten ganz genau so. Wer die Chance hat, in Gefängnissen billigst produzieren zu lassen, nimmt si wahr, wer die Chance hat, T-Shirts oder Fußbälle in Bangladesh zusammennähen zu lassen, nimmt sie wahr, wer die Chance hat, sein Unternehmen in Deutschland mit Volontären und Ein-Euro-Jobbern, mit Eingliederungszuschüssen und von Sub-Sub-Sub-Unternehmern zur Verfügung gestellten Billigstlöhnern zu betreiben, der nimmt diese Chance wahr.
Wer dann zugleich noch die Chance hat, sich mit drei Märkten im Viertel, die alle unter einem Holding-Dach zusammengehören, ausschließlich sich selbst Konkurrenz zu machen, der schraubt die Preise bis an die Schmerzgrenze in die Höhe.
Und selbst wenn der Eigentümer das alles gar nicht selbst tut, weil es die von ihm eingesetzte Geschäftsführung tut, so verdient er jedoch als Eigentümer immer daran mit.
 
Billig einkaufen und teuer verkaufen - das ist das Bestreben jedes Kaufmanns - und das kann und darf man Frau Haderthauer alleine nicht zum Vorwurf machen.
 
Jeder Bankvorstand, der sich derzeit mit billigstem Geld versorgen kann, aber bei der Inanspruchnahme des Dispo-Kredits mit Zinssätzen von mehr als 10% zuschlägt, kauft billig ein - und verkauft an seinen Kunden (der so leicht nicht die Bank wechseln kann) so teuer es geht weiter.
 
Jeder Mineralölkonzern, der aus eigenen Ölfeldern billiges Rohöl fördert, seine Marktpreise aber nach den Notierungen am Spot-Markt in Rotterdam ausrichtet, und zudem vor Feiertagen und zu Beginn der Hauptreisezeit schlicht mal 10 Cent draufschlägt, handelt nach diesem Prinzip.
 
Hier macht die Masse den Gewinn, dort - wie bei Frau Haderthauer - die gesuchte Qualität.
 
Dass man diese Erfolgsgeschichte nun angreift, und sich dabei ausgerechnet auf die Frage konzentriert, wann Frau Haderthauer denn nun tatsächlich aus der Firma ausgeschieden, ihre Anteile abgegeben habe, ob sie dazu vor Jahren die Wahrheit gesagt habe, oder nicht, zeugt doch davon, dass man das eigentliche "Geschäftsmodell" gar nicht angreifen kann, sondern nur daran interessiert ist, Christine Haderthauer als Politikerin zu schwächen.
 
Das allerdings hätte sie wissen können, hat es vermutlich auch gewusst, doch irrtümlich darauf vertraut, dass niemals jemand diese Karte ziehen würde.
 
Letztlich ist es egal, ob sie im Amt bleibt, oder über die Affäre doch noch stolpert. Kann sie sich halten, wird sie weitermachen wie bisher, kann sie sich nicht halten, wird sich jemand finden, der in der Lage ist, so weiterzumachen, wie bisher.
 
 
Solange die Auseinandersetzung nicht aus dem Sumpf der politischen Moral heraus kommt, solange nicht eine grundsätzliche Debatte über das Begriffspaar "Gewinnmaximierung und Ausbeutung" geführt wird, so lange der Reichtum weniger weiterhin auf der Armut vieler errichtet wird, so lange werden die 2.6 Millionen, die durch den Verkauf der Modellautos, die ein Strafgefangener für eine monatliche Entschädigung von 200 Euro hergestellt hat, eher als Beispiel für ein großartiges Geschäftsmodell herhalten dürfen, statt als krasseste Form der Ausbeutung verdammt zu werden.
 
Dem Mann ging es doch gut. Unterkunft und Verpflegung frei, in seiner Freizeit konnte er seinem Hobby nachgehen und hat noch Geld dafür erhalten. Im Grunde hat Christine Haderthauer doch auch nichts anderes getan, als in ihrer Freizeit ihrem Hobby nachzugehen - statt nur in die Röhre zu gucken und Chips in sich hineinzustopfen.
 
Im Grunde also eher ein vorbildliches Verhalten.
 
Wäre da nicht die Anzeige eines früheren Mitgesellschafters, er sei bei seiner Abfindung betrogen worden, hätte es nicht gleich zwei Firmen gegeben, hätte nicht Haderthauers Ehemann als Leiter der Anstaltsklinik diese Modellbaufirma erst möglich gemacht...
 
Eine schöne Zusammenfassung der Modell-Auto-Affäre hat Gabriele Wolff erstellt.
Die Seite beginnt zwar mit einer "Mollath-Überschrift" aber schon ein paar Zeilen tiefer, haderthauert es mächtig.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hinweis:
 
Vor fünf Monaten, am 27. Februar 2014 wurden das Regionalparlament und weitere Regierungsgebäude auf der Krim besetzt. Am 1. März wurde Putin von der Krim um Beistand gebeten, der ukrainische Übergangspräsident Turtschinow ordnete volle Kampfbereitschaft an. Am 6. März forderte Julia Timoschenko mehr Unterstützung aus Europa, EU und USA beschließen Sanktionen gegen Russland. Am 7. März schließlich, eine Woche vor dem geplanten Referendum auf der Krim, erklärt Putin, die Krim sei in der russischen Föderation willkommen.
 
Nach 8 Tagen immer hektischer werdender Krisenberichterstattung habe ich das Dossier "EWK-Zur Lage, Ausgabe 2, Krieg um die Krim" herausgebracht. Diese Publikation war allerdings nicht, wie alle meine sonstigen Online-Veröffentlichungen, für jedermann kostenlos zugänglich. Sie wurde zunächst an die Förder-Abonnenten gesandt - und konnte nach einigen Tagen auch einzeln zum Download bestellt werden.
 
Nach fast fünf Monaten gebe ich dieses Dokument nun allgemein frei. Sie werden feststellen, dass die zu diesem frühen Zeitpunkt abgegebenen Prognosen für die Lagebeurteilung bis heute noch hilfreich sind.
 
EWK-Zur Lage erscheint auch weiterhin im Abstand von etwa 2 Monaten. Wenn auch Sie davon profitieren wollen, nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, ein Förder-Abonnement abzuschließen, dann gehören Sie garantiert zu den ersten, die sich an diesen langfristiger angelegten Lage-Beurteilungen orientieren können.
 
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Das Dossier vom 7. März "Krieg um die Krim"

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
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Freimut Kahrs
 
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Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
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Florian Stumfall
 
Das EU-Diktat
 
Vom Untergang der Freiheit
in Europa
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Wo bleibt die Revolution
 
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Karl Waldecker

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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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