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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 22 /2014
vom 12. Juni 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring
 
Mit
"Künstlicher Intelligenz" in die Alternativlosigkeit
 
 
Menschen werden immer dümmer,
Maschinen immer intelligenter.
 

In dieser Woche, in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens:
 
Es wird Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis die Schäden von dem Sturm beseitigt sind.
 
Mein Deutschlehrer hätte mich mit äußerstem Zynismus gefragt, ob ich wirklich glaube, dass ein Sturm Schäden beseitigen könne.
 
Hätte ich mich dann des Genitivs erinnert und die folgende Formulierung gewählt:
 
"Es wird Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis die Schäden des Sturms beseitigt sind",
 
er wäre in Gelächter ausgebrochen und hätte mir erklärt, soweit ihm bekannt sei, hätte der Sturm selbst keinerlei Schaden erlitten.
 
Den Programmierern eines Supercomputers ist es in diesen Tagen gelungen, einem Drittel einer nicht überlieferten Zahl von Testpersonen vorzugaukeln, sie hätten fünf Minuten lang mit einem Menschen gechattet, obwohl ein Computer als Kommunikationspartner agierte.
 
(Kein Wunder, bei einem derart reduzierten Sprachverständnis!)
 
Das war die Aufgabenstellung des so genannten "Turing Tests"aus den 50er Jahren, mit dem der Nachweis Künstlicher Intelligenz erbracht werden sollte, die damit erstmals gelöst wurde.
 
Übrig bleibt die Frage:
 
Ist das schon Intelligenz?
 
Die folgenden Überlegungen habe ich in erster Linie für mich selbst angestellt. Sie beruhen im Wesentlichen auf eigenen Erfahrungen, die ich in Teilen skizziert habe. Weil sie für das Verständnis des Textes nicht zwingend notwendig sind, habe ich sie aus dem fortlaufenden Text herausgenommen, in die rechte Spalte verbannt - und für Interessierte zum Nachvollzug verlinkt.
 
 
Mein Leben und die Entwicklung der Datenverarbeitung, seit sie Zuses Z1 und die Lochkartenmaschinen von Hollerith hinter sich gelassen hat, laufen auf der gleichen Zeitschiene. Über viele Jahre war ich mehr oder minder heftig in die "Computerei" involviert.
 
Meine Kontakte zur Datenverarbeitung
Bitte rechts oben weiterlesen.
 
Die Freude am Programmieren entdeckte ich für mich erst Mitte der 80er Jahre, als ich mit dem Commodore C64 und der Sprache Basic zu spielen begann. Da gab es - für die damaligen Verhältnisse - viele Möglichkeiten, grafische Darstellungen auf den Bildschirm zu bringen, und die Sprache war so robust, dass kleine Programmierfehler auch leicht zu beheben waren.
 
Damals habe ich - für mich und zum Spaß - ein ordentliches Textverarbeitungsprogramm geschrieben und einen Druckeranschluss zu einer Schreibmaschine von Brother gelötet, ich habe ein Tabellenkalkulationsprogramm geschrieben, das aus Tabellenbereichen Säulengrafiken erstellen konnte, ich habe ein Buchführungsprogramm geschrieben, das so manipulationssicher war, dass ich es eines Tages selbst nicht mehr korrigieren konnte, als mir ein Buchungsfehler unterlaufen war. Dann habe ich noch ein "Stau-Simulationsprogramm" geschrieben, mit einigen Dutzend kleiner Autos, von denen jedes sein eigenes, winziges Fahrprogramm hatte - und habe sie - mit (sehr langsam) und ohne Bildschirmanimation - loslaufen lassen.
 
Das war so ungefähr der Punkt, an dem ich erkannte, dass Computer nicht nur dann schneller sind als der Mensch, wenn es gilt umfangreiche, gleichartige Aufgaben zu erledigen, sondern dass sie auch in der Lage sind, Zusammenhänge und Abhängigkeiten, die für das einzelne Gehirn nicht mehr überschaubar sind, korrekt zu verknüpfen und zu verarbeiten.
 
(Kurze Zeit später lachte ich über meinen damaligen Chef, der glaubte, mit wenigen hundert Mannjahren ein Sprachübersetzungsprogramm entwickeln zu können.)
 
Zu jener Zeit war die Künstliche Intelligenz in aller Munde. Die menschenleere Fabrik erschien als in naher Zukunft machbar, und die Phantasie der Entwickler sah Computer damit beschäftigt, selbstständig neue, immer bessere Computer zu entwickeln. Utopisten freuten sich auf eine Zeit, in der alle schwere Arbeit künftig von selbständig agierenden Maschinen erledigt würde, Pessimisten warnten eindringlich vor der kurz bevorstehenden Machtübernahme durch die Maschinen.
 
Inzwischen sind wieder dreißíg Jahre vergangen. Wir laufen mit Smartphones herum und haben Brillen auf der Nase, die erkennen, wo wir sind und uns die Namen von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten direkt vor die Augen spiegeln. Mein Handy weiß in einer fremden Stadt besser als ich, wo ich bin, und führt mich mit sanfter Sprachausgabe auch als Fußgänger zu meinem Ziel und wieder zurück zum Parkplatz. Google und andere Suchmaschinen sind als dienstbare Geister zur Stelle und liefern prompt die Informationen, die wir gerade brauchen. Eine unendliche Zahl von Apps bereichert so manches langweilige Leben - und wenn man sich hinstellt, und sich mit den Fähigkeiten des eigenen Smartphones vergleicht, kann man Minderwertigkeitskomplexe entwickeln.
 
Von den Rändern unseres Sonnensystems funkt eine einsame Sonde immer noch ihre Signale, und raffinierte Empfangsanlagen, gekoppelt mit großen Computern fischen sie aus dem Wellensalat heraus, interpretieren sie, und geben uns Auskunft vom Dasein Voyagers.
 
Cruise Missiles und Drohnen aller Art schwirren unbemannt durch die Lüfte und finden ihr Ziel, wenn es sein muss auch von alleine.
 
In den Labors der Nanomaschinenbauer entstehen frei bewegliche Roboter, nicht größer als Stubenfliegen, die - unter einander vernetzt - die unterschiedlichsten Aufgaben bewältigen können. Supercomputer sagen das Wetter vorher, und zwar inzwischen über mehrere Tage einigermaßen genau, berechnen die Flugbahnen von Raumschiffen, liefern statisch belastbare 3-D-Modelle von Architekturprojekten, und wenn man sich in alles dies vertieft, bleibt der einzige Schluss:
 
Was stört, ist nur noch der Mensch mit seinen Fehlern und Schwächen.
 
Dies ist, aus dieser Sichtweise betrachtet, ein Trugschluss. Der Irrtum beginnt damit, dass die Maschine mit ihren speziellen Fähigkeiten als Maßstab hergenommen wird, an dem der Mensch gemessen wird.
 
Ein Supercomputer mit dem Namen Deep Blue, hat schon 1996 den amtierenden menschlichen Schachweltmeister, Garry Kasparov, besiegt. Einer der besten unter den Computern hat den besten unter den Menschen im Schach geschlagen.
 
Ein vernichtender Schlag der Maschinen gegen die Menschheit?
 
Wohl eher nicht. Kluge Schachspieler und kluge Programmierer haben Deep Blue mit allem gefüttert, was den Computer befähigte, fehlerfrei Schach zu spielen.
 
Was wir bestaunen, ist nicht künstliche Intelligenz, sondern die Summe herausragender menschlicher Fähigkeiten im Schachspiel, gekoppelt mit der Rechenleistung des Computers, die ihm gegenüber seinem menschlichen Gegner einen Geschwindigkeits-Vorsprung verschafft.
 
Ohne die Zurverfügungstellung menschlicher Intelligenz im Schachprogramm, hätte Deep Blue mit dem Schachbrett und den Spielfiguren weniger anfangen können, als der sprichwörtliche Ochse mit dem neuen Scheunentor.
 
Das Wichtigste und Entscheidendste im Vergleich zwischen Mensch und Maschine ist in diesem Fall jedoch die Erkenntnis, dass Deep Blue niemals von sich aus auf die Idee gekommen wäre, das Schachspiel zu erfinden. Diese gigantische Ansammlung von Schaltkreisen hätte auch von sich aus keinerlei Anstrenung unternommen, das Schachspiel zu erlernen. Erst als man es ihm beigebracht hatte, begann er zu lernen, Zugfolgen und Stellungen zu speichern und bei Bedarf wieder abzurufen.
 
Doch eben genau dieses Lernen ist kein Lernen aus Eigeninteresse, sondern ein vorprogrammiertes Lernen, das der Computer ausführt wie jeden anderen Befehl.
 
Ein kluger Spruch lautet:
 
"Ein Computer wird nie das tun, was du willst,
sondern immer nur das, was du programmiert hast".
 
 
Eine der allerwichtigsten Befehlsfolgen, die ein Computer abarbeiten darf, lautet:
 
IF - THEN - ELSE
(wenn - dann - sonst)
 
Wobei das IF eine Bedingung ist, die entweder "WAHR" oder "NICHT WAHR" sein kann. Das THEN aussagt, was der Computer als nächstes tun soll, falls die Bedingung wahr ist, und ELSE sagt ihm, was er stattdessen tun soll, wenn sie nicht wahr ist.
 
Ein einfaches Beispiel (ohne SQL-Abragen)
Bitte rechts oben weiterlesen.
 
Während IF und THEN eine Zwangsabfolge darstellen, öffnet die ELSE-Funktion Freiräume für kreative Programmierer. Hier liegt im Grunde die Schnittstelle zur Künstlichen Intelligenz. Allerdings wird sie kaum genutzt.
 
Was macht die ELSE-Funktion im Navi, wenn es keinen Satelliten-Empfang hat und die Position nicht per GPS ermitteln kann? Richtig, sie verweist den Computer auf die Fahrzeugdaten und lässt ihn aus Geschwindigkeit und der vom eingebauten Kompass gelieferten Himmelsrichtung weiternavigieren, bis er entweder wieder Empfang hat, weil die Gewitterwolke weitergezogen ist, oder bis zwischen dem von ihm ermittelten Standort und seinem gespeicherten Kartenmaterial keine Übereinstimmung mehr zu finden ist. Dann schreibt das Navi mit dem letzten ELSE seine Kapitulationserklärung ("OFFROAD") ins Display und lässt den Fahrer solangen alleine, bis es erneut die Signale von mindestens drei Satelliten gefunden hat, die es braucht, um zu wissen, wo es ist.
 
Das ist keine Intelligenz. Es ist das Versagen einer Maschine, die nur noch weiß, dass sie nicht mehr weiß, wo sie ist. Vielleicht werden künftige Navigationssysteme über eine kleine Kamera mit der Information versorgt, dass sich das Fahrzeug noch auf einer Straße befindet, vielleicht sind sie dann auch in der Lage, Wegweiser zu lesen, und sich daran zu orientieren, vielleicht greifen sie eines Tages auf google earth zu und vergleichen die Kamerabilder mit den gespeicherten Bildern.
 
Dennoch weiß ein Navi weder, was ein Navi ist, noch was ein Auto ist, es weiß auch nicht, was Autofahren ist, es kann immmer nur prüfen, welche Bedingungen gerade erfüllt sind und welche nicht, und daraufhin scheinbar intelligente Ausgaben erzeugen, die uns auf wunderbare Weise - sogar unter Umgehung von Staus - ans Ziel bringen.
 
Das System wird immer perfekter, je mehr Informationen ihm zur Verfügung gestellt werden und je raffinierter das Programm damit umgeht.
 
Das ist jedoch keine künstliche Intelligenz, sondern ein von menschlicher Intelligenz erzeugtes Regelwerk, das auf ein totes System übertragen wurde.
 
Kein Computer wäre von sich aus auf die Idee gekommen, ein Navigationssystem zu entwickeln. Warum denn auch?
Das waren die Militärs, die eine todsichere Methode suchten, selbststeuernde Waffen unentdeckt und auf Schleichpfaden ins Ziel zu bringen. Ohne Cruise Missiles, da bin ich mir sicher, hätte heute niemand ein Navi zur Verfügung.
 
Wenn man nach einer brauchbaren Definition von Intelligenz sucht, wird man kaum fündig.
 
Der "Intelligenzbegriff" ist nach wie vor umstritten.
 
Heutzutage wird er häufig darauf reduziert, dass Menschen, abhängig von ihrem "g-Faktor", der ein Maß für Intelligenz sein soll, mehr oder minder gute schulische Leistungen hervorbringen und im Beruf mehr oder minder hohe Stellungen und Einkommen erreichen werden.
 
Da greife ich lieber auf eine ältere Formulierung zurück, die Intelligenz daran misst, wie gut ein Mensch auf Basis seines vorhandenen Wissens in der Lage ist, auf (neue, veränderte) Gegebenheiten seiner Umwelt erfolgreich zu reagieren, bzw. seine Umwelt nach seinen Vorstellungen zu verändern.
 
Diese Definition von Intelligenz schließt die Kreativität mit ein. Erst kreatives Denken ermöglicht es, vorhandenes Wissen und gemachte Erfahrungen in einem gänzlich anderen Kontext, mit u.U. völlig neuartigen Ergebnissen sinnvoll anzuwenden, um ein bisher unbekanntes Problem zu lösen.
 
Der Mensch, der als erster einen gerissenen Keilriemen durch eine Nylon-Strumpfhose ersetzte, verfügte über diese Form von Intelligenz.
Es ist ihm gelungen, die relevanten Eigenschaften des Keilriemens in einem vollkommen anderen, für einen vollständig anderen Zweck konstruierten Gegenstand zu entdecken und sich diesen nutzbar zu machen.
 
Alle, die später davon gelesen und gehört haben, und sich auch noch daran erinnerten, als bei ihrem Fahrzeug ein Keilriemen riss, haben lediglich erworbenes Wissen - mehr oder minder schematisch - angewandt. Wobei die Frage, wie die mitfahrende Begleiterin dazu zu bewegen sei, ihre Strumpfhose auszuziehen, durchaus auch wieder ein gewisses Maß an Intelligenz erfordert, um das gewünschte Resultat zu erzielen.
 
Nun stellen wir uns vor, dieser erste "Keilriemen-Strumpfhosen-Nutzer" sei von Beruf Chefredakteur einer großen Tageszeitung, der Tag für Tag den Inhalt seines Blattes zu verantworten hat und alle paar Tage einen Leitartikel schreibt, außerdem sei er Mitglied eines Schachclubs und im Verein unter den fünf besten Spielern, immer an einem der oberen Bretter zu finden. Stellen wir uns weiter vor, er habe soeben ein neues Haus erworben und dazu mit dem Notar den Kaufvertragsentwurf durchgesprochen und zu seinen Gunsten Veränderungen eingebracht, obwohl er vorher nie mit Immobiliengeschäften zu tun hatte. Stellen wir uns einfach einen Menschen vor, der voll und ganz im Leben steht und alle paar Minuten eine mehr oder minder wichtige Entscheidung zu fällen hat, für die es kein vorgefertigtes Schema gibt.
 
Vergleichen wir diesen Menschen nun mit den bekannten Maschinen und ihren Programmsystemen:
 
Ein Schachspiel gegen Deep Blue würde unser Mensch mit Pauken und Trompeten verlieren.
 
Vermutlich würde er aber gar nicht gegen diesen Supercomputer antreten, weil er intelligent genug ist, um zu wissen, dass er nur verlieren kann und seine Zeit lieber anders nutzt.
 
Dass Deep Blue son sich aus entscheiden könnte, gegen einen jämmerlichen Spieler gar nicht erst anzutreten, weil er seine Rechenkapazität lieber anders einsetzen möchte, halte ich für ausgeschlossen.
 
Ein Programm, das für jeden Immobilienkäufer für jedes Objekt den optimalen Kaufvertrag auswerfen könnte, gibt es meines Wissens nicht. Es gibt zwar viele Muster- und Formularverträge, abrufbar in Datenbanken, doch keiner davon kann wirklich jede individuelle Besonderheit abbilden. Da braucht es nach wie vor den Dialog mit dem Notar - und die eigene Intelligenz.
 
Programme, die aus Online-Veröffentlichungen automatisch "Online-Zeitungen" zusammenstellen, gibt es schon. Doch die haben keinen eigenen Charakter, der ein Blatt prägt.
 
Eine gute Zeitung ist, auch schon ohne den täglich wechselnden konkreten Inhalt, eine Botschaft für sich, deren Qualität sich sowohl in Abonnentenzahlen als auch in Werbeeinnahmen niederschlägt und noch dazu eine politische Meinungsbildung bewirkt. Ein solches Blatt über die Jahre zu pflegen und weiterzuentwickeln, ist eine Intelligenzleistung, von der die Nachrichtensammelmaschinen noch meilenweit entfernt sind - und dort vermutlich auch nie ankommen werden, weil die Zahl der Zeitungseigentümer, die als Zielgruppe für derartige Programme in Frage käme, viel zu klein ist, um den Entwicklungsaufwand jemals wieder hereinzuspielen.
 
Die menschliche Intelligenz in einem einzigen Kopf erledigt diese Aufgabe sehr viel preiswerter - und wird deshalb nicht künstlich nachgebildet werden.
 
An dieser Stelle scheint eine erste Zusammenfassung möglich und für das weitere Verständnis sinnvoll zu sein.
 
Computer können menschliche Intelligenzleistungen in abgegrenzten Teilbereichen nachbilden, wenn Ihnen ein entsprechendes Regelwerk zur Verfügung gestellt wird. Sie können den Menschen dann -aufgrund ihrer höheren Arbeitsgeschwindigkeit und der im Programm (hoffentlich) realisierten Fehlerfreiheit - im Leistungsvermögen deutlich übertreffen.
 
Computer sind jedoch nicht in der Lage, eigenständige Intelligenzleistungen hervorzubringen, die über jene flexiblen Reaktionsmuster hinausgehen, die durch die Programmgestaltung vorgegeben sind.
 
 
Wir brauchen uns also vor einer echten künstlichen Intelligenz nicht zu fürchten. Die ist nach wie vor nirgends zu erkennen.
 
Was es gibt sind künstliche Nachbildungen von Teilaspekten menschlicher Intelligenz, gekoppelt mit stark gesteigerter Effizienz.
 
Auch diese Intelligenz-Nachbildungen an sich, geben keinen Anlass zu Befürchtungen. Sie sind nützlich. Nützlich wie Handkreissägen und Kühlschränke.
 
Nicht die Computer stellen die Gefahr dar, nicht die "intelligentesten Programme". Die Gefahr geht von denen aus, die sich diese Instrumente haben konstruieren lassen, um damit im "Wettbewerb" die besseren Chancen zu haben.
 
Wobei "Wettbewerb" bei der billigstmöglichen Produktion beginnt, was stets im Endeffekt dazu führt, dass weniger menschliche Arbeit benötigt wird (was gut ist) und daher auch weniger Löhne gezahlt werden brauchen (was schlecht ist, solange nicht auch die Preise sinken).
 
Der Wettbewerb setzt sich fort bei den immer ausgeklügelteren Formen der Werbung, die aus den über uns im Web gespeicherten Daten auf fast jeder Website mit großer Penetranz genau das anbietet, was wir uns vielleicht gerade wünschen.
 
Der Wettbewerb setzt sich fort in allen Formen der computergestützten Industriespionage, mit der Entwicklungskosten gespart, bzw. Schwachstellen in Konkurrenzprodukten aufgespürt und öffentlich gemacht werden.
 
Der Wettbewerb setzt sich da fort, wo immer autoritärer sich gebärdende Staaten immer einen Wissensvorsprung vor ihren Bürgern haben wollen, um sie zu lenken, zu beeinflussen, unter Druck zu setzen oder einsperren zu können, falls ein Computer meint, hier könnte in tausend feingesponnenen Netzen ein "Gefährder" gefangen worden sein.
 
Der Wettbewerb endet schließlich in immer besseren Waffen und deren Einsatzsteuerung, mit denen ganze Völker gelenkt, beeinflusst, unter Druck gesetzt oder überfallen werden können, ohne dass sie auch nur die geringste Chance hätten, sich gleichberechtigt zur Wehr zu setzen.
 
 
Die den Menschen abgeschaute Intelligenz, die von Computern in größtmöglicher Geschwindigkeit umgesetzt wird, ist den Menschen in vielen Teilbereichen ihres Wissens und Könnens überlegen.
 
Es sind allerdings nicht die Computer, die beginnen ein Bewusstsein zu entwickeln und nach der Macht zu streben, wie es in so manchem Science Fiction Film dargestellt wird.
 
Es sind die Menschen, die die Verfügungsgewalt über die großen Computer haben, und sie für ihre Zwecke einsetzen. Zur Zeit sind sie dabei, mit jeder nur denkbaren Anstrengungen das Internet an sich zu reißen, um Inhalte zu bestimmen, andere Inhalte auszuschließen, und um das Stück Freiheit, das sich die Netzgemeinde geschaffen hat, zu annektieren, einzuzäunen, zu parzellieren und an die Meisbietenden zur ausschließlichen Nutzung zu versteigern.
 
 
Intelligenz ist zwingend an ein Bewusstsein gebunden, das sie als ein Werkzeug zielgerichtet einsetzt. Wo aber findet sich das Bewusstsein in Hard- und Software?
 
Unser Bewusstsein ist weitgehend unerforscht. Wir wissen nicht, wie ein "Bewusstsein" entsteht. Wir erkennen es an unseren Kindern, wenn sie damit beginnen "ich" zu sagen - und wenn sie daraufhin in einer ersten Trotzphase beginnen, ihren Willen zu erproben.
 
Von daher nehmen wir an, das die essentiellen Bedingungen für die Zuerkennung eines Bewusstseins in drei wesentlichen Komponenten zu finden sind, die wiederum so eng miteinander gekoppelt sind, dass auf keine dieser Komponenten verzichtet werden kann. Es handelt sich um
    A) das Wissen um die eigene Existenz,
    B) den Willen, diese Existenz zu gestalten, und
    C) die Fähigkeit, äußere Einflüsse zu bewerten.

 

 

Computer haben ausgeprägte Fähigkeiten, äußere Einflüsse zu bewerten. Das ist kein Wunder, sondern ihr Zweck.
 
Gleichgültig, ob eine Hollerith-Maschine die Löcher in Lochkarten abtastet oder ein Smartphone auf Spracheingabe reagiert, ob ein Computer Videoaufnahmen von Demonstrationsteilnehmern auswertet oder die Signale einer Raumsonde in Bilder umwandelt, immer handelt es sich um "Input".
 
Der Computer wird "gefüttert" (wie ein Baby) - und wie ein Baby die Milch verarbeitet, wertvolle Inhalte speichert und Überflüssiges an die Windel wieder abgibt, ohne zu wissen, ja ohne auch nur im geringsten zu ahnen, was es da tut, weiß auch ein Computer nicht, was er da tut.
 
Er hat keine Ahnung. Er ist nicht intelligenter als ein Rüttelsieb, das mit großer Präzision Kieselsteine nach Größe sortiert, aber keine Ahnung hat, was Kieselsteine sind, weil ihm eben das Bewusstsein fehlt.
 
Man kann Computer mit allen bekannten astronomischen Daten des Sonnensystems füttern, ihnen alle Daten einer Rakete und ihrer Nutzlast übermitteln, dazu Wernher von Brauns Raketengleichung, und ein Programm schreiben, das alle Konstanten und Variablen so zueinander in Beziehung setzt, dass der Computer den optimalen Starttermin für eine Mars-Mission berechnet, was eine gigantische Leistung ist.
 
Doch der Computer, der das Ergebnis auswirft, hat keine Ahnung, was er da tut. Er weiß nichts vom Sonnensystem, er weiß nichts von den Planeten, er weiß nichts von Gravitationswirkungen, er ist, nach durchgeführtem Rechenvorgang der selbe Haufen aus Schaltkreisen, der er vorher war. Er hat keine Ahnung, dass er sich auf der Erde befindet, er weiß nicht, was eine Rakete ist ...
 
Er ist nach wie vor nicht intelligenter als ein Rüttelsieb am Ende der Schicht.
 
Er weiß nichts, weil er kein eigenes Wissen "besitzt", sondern lediglich Wissen enthält, nicht anders, als ein Lexikon.
 
Er kann äußere Einflüsse bewerten, jedoch nur diejenigen, mit denen er gefüttert wird, weil Sensoren ihm den Input liefern. Ein Computer im Rechenzentrum einer Bank wird von einem Erdbeben nichts mitbekommen, weil er nicht an seismische Sensoren angeschlossen ist. Folglich wird er nicht darauf reagieren können.
 
Es wäre kein Problem, auch diesen Input zu liefern und den Computer so zu programmieren, dass er automatisch herunterfährt und die Festplatten arretiert, um Schäden zu vermeiden, doch der Computer selbst hätte immer noch keine Ahnung von alledem, was er da tut.
 
Er führt, ohne jegliche eigene Kenntnis, lediglich Befehle aus. Hochkomplexe Befehle, die aus einem gegebenen Input wieder einen Output machen, der so gestaltet ist, dass Menschen ihn interpretieren oder andere Maschinen (sinnvoll) darauf reagieren können.
 
Doch der Computer selbst ist kein "bewusstes Wesen" - er hat zwar Wärmesensoren, mit denen er die Lüfterleistung steuert, um ein Abrauchen der Prozessoren zu verhindern, doch auch das sind nur "Befehle", die nicht einem Bedürfnis des Computers entsprechen, sondern dem Eigentumserhaltungswillen seiner Nutzer.
 
Es gibt nun allerdings Theorien, die den Schluss nahelegen, dass ein hochkomplexes System, dem die Fähigkeit, eigene Erfahrungen zu machen und daraus zu lernen, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Bewusstwerdungsprozess durchlebt, so wie es das selbstlernende, biologische System "Mensch" ungefähr im Alter von drei Jahren schafft, ein Ego, ein Bewusstsein, sein ICH zu entwickeln.
 
Schon in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts gab es kleine Maschinchen, die mit Sensoren, Logik- und Speicherbausteinen ausgerüstet, sich mit Hilfe kleiner Elektromotoren selbstständig bewegten, ihre Umwelt erkundeten, sich markante "Erlebnisse" einprägten, und bei Nachlassen der Akkuladung selbstständig eine Steckdose ansteuerten, um sich wieder aufzuladen. Sie konnten Hindernisse umgehen, sich vor Stürzen in Abgründe schützen, und waren überhaupt sehr drollige Maschinen.
 
Heute sind Prototypen von Haushalts- und Pflegerobotern im Einsatz, die selbstständig ihre Aufgaben erfüllen, bis ihnen ein finales Missgeschick widerfährt.
 
Vielleicht werden sie eines Tages der pflegebedürftigen Person nicht nur mit den notwendigen Handgriffen dienen, sondern - sensibel für Mimik und Gestik - auch einem traurigen Menschen, abhängig von Lebensalter und geistiger Fitness, zur Aufheiterung einen Witz erzählen, oder ihm tröstend mit ihren samtenen Latex-Fingerkuppen übers Haar streichen, also als Output "Menschlichkeit" produzieren. Technisch sicherlich möglich, doch sie werden immer noch nicht wissen, was sie tun und warum sie es tun.
 
Klar, auch der Mensch hat nur ein gewisses Maß an Fähigkeiten zur Verfügung. Wir haben uns im arbeitsteiligen Wirtschaften spezialisiert, es gibt ausgebildete Pflegekräfte, die nicht ohne weiteres in der Lage wären, einen Kran zu steuern, so wie es Kranführer gibt, die keine Ahnung haben, wie man einer inkontinenten 90-Jährigen die Windeln wechselt.
 
Sind Computer, die hochspezialisierte und komplexe Aufgaben erledigen können, also doch intelligent, ebenso intelligent, wie ihre menschlichen Vorbilder?
 
Auch hier ist die Frage nach dem Bewusstsein die entscheidende Frage, denn nur "Bewusstsein" kann "Verantwortung" spüren und wahrnehmen.
 
Kranführer und Pflegekraft wissen um ihre Verantwortung und tragen den mehr oder minder ausgeprägten Willen in sich, dieser Verantwortung gerecht zu werden.
 
 
Der Pflegeroboter, und sei er für seine Aufgabe noch so perfekt ausgerüstet, kennt den Begriff "Verantwortung" nicht. Seine Handlungen entspringen nicht seinem Willen, sondern den Befehlen, mit denen er programmiert wurde.
 
So bleibt also festzuhalten:
 
Maschinen können heute mit Teilsaspekten menschlicher Intelligenz ausgestattet werden, die sie befähigen, auch hochkomplexe Aufgaben mit der gleichen Sorgfalt zu übernehmen, wie ihre menschlichen Vorbilder.
 
Selbst wenn in ihren Aktionen ein Höchstmaß an Flexibilität zu erkennen ist, scheitern sie dann, wenn sie auf "Verhältnisse" stoßen, die in ihren Programmroutinen nicht vorgesehen sind.
 
Die vertrackte "ELSE-Funktion"!
 
Es gibt ein uraltes und zunächst verblüffendes Gegenbeispiel:
 
Eine der kleinen putzigen Maschinen aus den 60er-Jahren schaffte es damals, nachdem sie ihren Greifarm in einem Treppengeländer verhakt hatte, sich wieder zu befreien. Sie hatte vorher "gelernt", dass man sich im Rückwärtsgang befreien kann, wenn ein Hindernis die Bewegung hemmt. Das funktionierte nicht. Sich hatte auch "gelernt", dass man sich durch ein heftiges Rütteln aus "Fallen" befreien kann, also rüttelte sie. Das half aber auch nichts. Am Ende kam sie "auf die Idee" einfach alle bisher ausgeführten Bewegungen rückwärts zu wiederholen - und kam frei.
 
Die Entwickler schworen, dies nicht als "Handlungsalternative" programmiert zu haben, die Maschine hätte diese Aktion ganz alleine von sich aus ausgeführt.
 
Durchdenkt man dieses Beispiel gründlich und hält alle Angaben für wahr, dann könnte man auf den Gedanken kommen, dieser kleinen Maschine "echte künstliche Intelligenz" zusprechen zu müssen, was jedoch nicht weniger bedeutet, als ihr auch ein Bewusstsein und einen eigenen Willen zuerkennen zu müssen.
 
Tatsächlich hatte die Maschine ein sehr einfaches Programm und einen kleinen Speicher, sowie ein paar wenige Sensoren. Das Programm befahl ihr - vermutlich auf einen Zufallsgenerator gestützt - sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in unterschiedliche Richtungen zu bewegen, oder im Stillstand zu verharren. Wurde sie von Hindernissen aufgehalten, kam eine Kaskade von ELSE-Anweisungen, die immer eine andere Bewegung auslösten, bis eine davon einen bekannten, früheren Zustand wieder herstellte - und dann kam das, was Menschen auch zuerst tun, bevor sie das Gehirn einschalten, nämlich der Versuch, mit einer einmal gefundenen Lösung auch das nächste Problem anzugehen.
 
Das vermeintliche Bewusstsein und der vermeintliche Wille des Maschinchens, sich zu befreien, entpuppen sich schließlch als der in einer Programmschleife ständig wiederholte Befehl, sich zu bewegen, wobei die Parameter des Befehls bei jedem Fehlversuch verändert wurden ...
 
Es ist und bleibt die Intelligenz derjenigen Menschen, die Maschinen konstruieren und Programme schreiben, die der Maschine einen Handlungsspielraum setzt, innerhalb dessen zwar unvorhersehbare Ergebnisse produziert werden können, jedoch stets nur solche, die sich nach den programmierten Regeln ergeben können.
 
Zum besseren Verständnis:
 
Ein Schachspieler überlegt nach jedem Zug des Gegners die eigene Zugfolge neu. Das Spiel ist zu komplex, um mit dem ersten Zug schon alle Folgezüge festlegen zu können.
 
Der Schachcomputer ist genau so programmiert - und eine gigantische Vielzahl von Computerprogrammen hat ebenfalls nie getestete Aktionsvarianten zur Verfügung und kann mit nie vorhergesehenen Aktionsfolgen auf komplexe Situationen reagieren, weil die Programmierer jede einzelne Aktion innerhalb dieser Abfolge für sinnvoll und richtig erachteten, die aus der Interaktion zwischen Umwelt und Programm entstehenden Variationsmöglichkeiten, bis auf die erwarteten Normalabläufe und die wahrscheinlichsten Sonderfälle, aber nicht vorhersehen können.
 
Und sollte das Programm sich in einer Befehlsabfolge hoffnungslos verrennen, kann es mit dem Zauberwörtchen ELSE aus jeder Falle befreit werden, in die ein Programm tappen kann, und sei es, dass damit ein kompletter Neustart des Systems ausgelöst wird.
 
Nur wenn an entscheidender Stelle kein ELSE steht,
hängt sich der Computer auf.
 
Das tun Menschen manchmal auch, wenn sie nicht mehr weiter wissen und keinen Ausweg mehr sehen, keine Alternative erkennen können.
 
Im Kontext der bisherigen Ausführungen sind "Panikstarre" oder gar "Suizid" daher als Signal für einen Verlust des Bewusstseins und damit auch für einen nicht mehr möglichen Zugriff auf das Werkzeug Intelligenz zu bewerten.
 
Womit wir bei der Intelligenz von Politikern angekommen wären.
 
 
Alternativlosigkeit ist eine Maschinenfunktion.
 
Für den Fall, dass eine, in einem Befehl gesetzte Bedingung erfüllt ist, folgt - alternativlos - dem IF das THEN. Fragt sich, wer dieses Programm geschrieben hat ...
 
Alternativlosigkeit ist auch dann eine Maschinenfunktion,
wenn die geforderte Bedingung nicht wahr ist, aber kein Befehl existiert, der für diesen Fall die "vernünftige" Fortsetzung des Programms übernimmt. Das Programm verharrt dann stur und unbeweglich. Alle vorher ausgelösten Aktionen laufen (sinnlos) weiter - bis jemand die Reset-Taste drückt.
 
Alternativlosigkeit ist eine Form von Bewusstlosigkeit.
 
Zum Bewusstsein gehört schließlich nicht nur das Wissen um die eigene Existenz und die Fähigkeit, äußere Einflüsse zu bewerten, sondern vor allem auch der eigene Gestaltungswille, der wiederum durch das Verantwortungs-Bewusstsein modifiziert wird.
 
Die Entschuldigung, eine Entscheidung mit klar erkennbaren negativen Folgen sei alternativlos, und die Weigerung, Alternativen zu suchen oder zu prüfen, zeugt von der Abwesenheit eines eigenen Gestaltungswillens. Sie entspricht einer Programmroutine, der etwas sehr Wichtiges fehlt, nämlich die nur über die ELSE-Funktion erreichbare Kreativität.
 
Sind Politiker, die sich in das Argument der Alternativlosigkeit flüchten also nicht intelligenter als programmgesteuerte Blechhaufen?
 
Wüsste man sicher, dass sie nicht lügen, müsste man das annehmen.
 
 

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Kommentare zu diesem Paukenschlag
Dialog mit Stefan Neumann
 
 
Hallo Wolfgang,
 
Computer sind doof! Dieser Paukenschlag hat es wieder mal geschafft mich aufzuwecken! Danke!
 
Ich möchte dazu ein wenig aus meinem „Gedächtnistagebuch“ zitieren.
 
Was du sehr schön herausgestellt hast, ist die Verknüpfung des Menschen mit „Computerprogrammen“. Ohne den Menschen gibt es kein eigenes Bewusstsein in diesen Maschinen.
 
Aber ist das noch die Realität?
 
Die Software, die einfachen Bedingungen sind wiederum zu reduzieren. Es sind einfache Schaltbefehle, die in kleine „Einsen und Nullen“, „An oder Aus“ verarbeitet werden. Die wiederum erzeugt werden durch ein Medium, den Strom, der durch die Leiterbahnen fließt oder eben nicht (An oder Aus – Eins oder Null). Nichts weiter als das. Aber ebenso wie Herr Hauk es beschreibt, lassen wir hier wesentliche Einflüsse unbeachtet.
 
Ist das erste Else, denn bereits eine Alternative die beim Zweiten schon zur erfüllten Bedingung wird?
 
Was ich damit sagen will: Wir sprechen in einer Zeitform und lassen sie dennoch unberücksichtigt.
 
Die Zeit ist eine Komponente, die uns einen Trugschluss vermittelt, der schwer zu verstehen und für einige auch schwer zu ertragen ist. Wir vergessen, oder besser gesagt, wir begreifen noch nicht, das wir nur ein kleiner Teil der Existenz sind. Das wir nicht nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen sind, sondern das wir auch gleichzeitig, alle aus den gleichen Teilen dieser Form bestehen. (auf das „Bestehen“ möchte ich am Ende noch eingehen…)
 
Es gibt keine „Künstliche“ Intelligenz! Es ist nur unsere Definition eines scheinbar neuen Phänomens! Zerlegt man es vollständig, dann ist der Mensch bereits eine KI! Die Wahrnehmung, die Sinne, die Gefühle, das Bewusstsein sind ebenso nur Definitionen, die wir gewählt haben um unser Dasein zu erklären.
 
In Wahrheit sind wir bereits weit über den Punkt „Künstliche Intelligenz“ hinausgewachsen! Aber nur von Computern und KI zu sprechen ist dabei natürlich zu kurz gegriffen.
 
Über all diese Versuche, bei denen Roboter oder andere Computergesteuerte Maschinen versuchen den Menschen nachzubilden, vergessen wir all zu leicht die Tatsache, dass der Mensch sich mit Hilfe dieser Technik, längst viele weitere neue Realitäten geschaffen hat, die über die Komponente Zeit wiederum zu einer KI werden können.
 
Was ist mit den Netzwerken, die sich seit einigen Jahren bilden und immer dichter werden? Soziale Netzwerke, Internet, Mobile Telekommunikation. Für unsere Kinder -ach was red ich- für die jungen Erwachsenen sind solche Netzwerke bereits selbstverständliches Werkzeug und soziale Identität. Sie leben und arbeiten damit. In wenigen Jahren werden wir einen totalen Umbruch der Gesellschaft erleben der uns kaum bewusst ist. Unsere Werte werden sich wieder in eine halbwegs normale Richtung entwickeln und die bisherigen Formen von Besitz und Status werden sich neu definieren.
 
Um es noch ein wenig komplizierter zu machen, stelle ich am Ende auch noch einmal die Fragen, „Was ist ein Bewusstsein?“ Wo kommt es her? Wie entsteht es? Was ist mit dem Geist, der allem innewohnen soll, wie Frau Scherrer noch dankenswerterweise erwähnt hat?
 
Bleiben wir zunächst aber bei den Maschinen.
 
Denken wir mal über die derzeit üblichen Speichergrößen von einigen hundert Terabyte hinaus und stellen uns vor, man könnte einen Computer mit allen Daten dieser Welt füttern? Dazu würde man ihm Mobilität und Greifwerkzeuge geben und die Aufgabe programmieren, für seinen Erhalt und unbegrenzte „Lebensdauer“ zu sorgen.
 
Wie würde der Computer vorgehen? Was würde er tun?
 
Würde er nicht feststellen, dass die Materialen auf der Welt endlich sind und seine Konstruktion nicht auf ewig Bestand haben kann? Und würde er nicht daraufhin ein System entwickeln, bei dem er sich ständig erneuert und lediglich seinen Datenspeicher überträgt?
 
Er würde sich evtl. „Fortpflanzen“ bzw. Duplizieren wollen um Naturkatastrophen oder andere Dinge die ihn bedrohen zu kompensieren. Wäre dann nicht bereits die erste nachfolgende Generation über den Punkt der, „lediglich vom Menschen programmierten Maschine“ hinausgewachsen? Wäre das bereits eine Evolution im Zeitraffer?
 
Die Analogie wird sichtbar.
 
Was ist denn der Mensch? Was ist Intelligenz? Was ist ein Bewusstsein?
 
Ist das Gehirn etwas anderes als ein wahnsinnig komplizierter Datenspeicher, der zugleich Operationen durchführt, die wir noch nicht ansatzweise verstehen?
 
Sind all die Verknüpfungen und Synapsen denn nichts anderes als ein wahnsinnig kompliziertes Speichersystem, aus dem wir in unserer Wahrnehmung und evolutionären Entwicklung, das Märchen von Gott und Geist erschaffen haben?
 
Viele Menschen sträuben sich gegen solche Gedanken. Sie brauchen etwas woran man glauben kann. Etwas woran sie sich klammern und ihre unbeantworteten Fragen richten können.
 
Aber warum ist da so? Weil wir die Antworten noch nicht kennen?
 
Ich glaube in der Tat wir stehen noch ganz am Anfang. Wir haben längst noch nicht begriffen, was wir sind und wohin wir gehen. Aber das ist auch nicht weiter schlimm. Wir existieren ja bereits! Wir „bestehen“ in der Welt. Aber das allein zu begreifen und zu akzeptieren ist eine schwere Aufgabe!
 
Es könnte aber zugleich alte Grenzen sprengen und neue Möglichkeiten schaffen.
 
Unendlichkeit – wo ist der Anfang, wo ist das Ende von Raum und Zeit?
 
All das sind Fragen und Unzulänglichkeiten, die wir nicht unbedingt beantworten müssen! All das sind Synonyme, auf die wir wahrscheinlich nie eine Antwort finden werden!
 
Die einfache Erkenntnis ist: Es kann darauf gar keine Antwort geben!
 
Denn wir sind im Grunde nur ein von der Evolution programmiertes System, das mit Hilfe seiner, in einem gewissen Zeitraum entwickelter Wahrnehmungen und Fähigkeiten in der Lage ist zu bestehen!
 
Eben sowenig wie der Computer in der Lage ist zu begreifen, dass er existiert und von irgend jemanden programmiert wurde…
 
…von wem programmiert?
 
Wie jetzt? Was soll diese Frage? Immer noch nicht verstanden?
 
Wer hat jetzt ein komischen Gefühl? Nein, nein! Ich meine das alles hier durchaus positiv! Für mich ist diese einfache und zugleich unglaubliche Erkenntnis nichts negatives! Im Gegenteil – ich sehe darin viele Möglichkeiten.
 
Aus Rücksichtnahme auf etwaige, auch ungewollte Ideologien, werde ich meinen Monolog aber jetzt beenden, denn soweit sind wir glaube ich noch nicht…
 
Vielleicht schaffen wir es ja eines Tages zu ergründen, was wirklich wichtig ist und worum es eigentlich geht! J
 
Bis die Tage
 
Stefan Neumann
 
 
Hallo Stefan,

die von mir angesprochene Frage und der auf das "Bewusstsein" ausgerichtete
Antwortversuch haben vieles unberücksichtigt gelassen.

Ich bin nicht auf neuronale Netze eingegangen und dern Einsatz massenhafter
Parallelrechner, nicht auf den Glaubenskrieg zwischen Hardware und Software,
weil ich nach wie vor annehme, dass sich letztlich die gesamte Frage darum dreht,
ob intelligentes Handeln auf Befehl und ihm Rahmen der von den Befehlen gesteckten Grenzen vollzieht, oder ob es sich um bewusste, freie, individuelle Entscheidungen handelt, die über den Tellerrand hinaus in Kreativität hineinwachsen.

Ich will mich aber nicht wiederholen.

Eine - von mir bisher nicht widerlegbare - Aussage eines Teamtrainers lautete vor
langer Zeit: Es gibt IMMER mindestens drei Möglichkeiten. Solange du nur eine oder auch nur zwei siehst, lohnt es sich, weiter zu suchen.

Daher ein Stück meiner Verliebtheit in die ELSE, ja in alle ELSEs, vor allem die
verrückten, fehlerhaften, unvollkommenen ELSE-Schachteln, solange sie nur
nicht im Nirwana enden.

Den Weg, die Fragestellung zu vereinfachen, indem angenommen wird, auch
menschliche Intelligenz sei bereits künstliche Intelligenz gehe ich nicht mit, weil
wir dabei in eine unendliche Schleife geraten (Gödel, Escher, Bach).

Auch, oder gerade weil letztlich alles aus den gleichen "Bausteinen" besteht,
und auch oder gerade, weil wir diese längst noch nicht ergründet, geschweige
denn verstanden haben, muss eine Maschine, die in allen Schaltkreisen nichts
anderes kann, als zwischen 0 und 1 zu unterscheiden und sich daraus eine
Welt mathematischer Modelle anzufertigen, sich also auf einen winzigen Ausschnitt
der Interaktionsmöglichkeiten zwischen diesen "Bausteinen" beschränkt, mit
"GROBEN" Vereinfachungen arbeiten.

Wäre eine Nervenzelle nur ein Stromleiter, eine Synapse nur eine Lötstelle oder
ein Steckkontakt, dann wären wir allesamt Maschinen mit künstlicher Intelligenz.


Ich gehe auch den Weg nicht mit, die Vision einer Maschine, die so mächtig
ist, wie von Dir skizziert, ernsthaft als realisierbar zu erachten.
Das klingt in meinen Ohren so, wie die Aussage, stellen wir uns einfach vor,
wir blasen unsere Welt mit Pressluft auf, bis ihre Oberfläche so groß ist,
dass wir darauf nicht 7, sondern 700 Milliarden Menschen bequem unterbringen
können. Solche Denkspiele sind lustig, lassen Kreativität erkennen, doch führt
nach allem gesicherten Wissen kein Weg dorthin, also ist es ebenso verwegen,
von einem solchen Zustand aus Rückschlüsse auf existente Phänomene und
deren mögliche Entwicklung zu ziehen.

Es gibt eine tatsächlich unendliche Zahl von Möglichkeiten für das Verhalten
einer solchen allwissenden und allmächtigen Supermaschine. Vermutlich
würde sie an ihrem Allwissen und ihrer Allmacht verzweifeln, weil sie sich
in Paradoxien verliert, z.B. wenn sie sich fragt, ob sie etwas erschaffen
könnte, das so groß ist, dass sie es nicht mehr beherrschen kann, und sich
dann abschalten. Oder sie käme nach hundertjährigem Rechnen auf das
Ergebnis: "42" (Deep Thougt in Per Anhalter durch die Galaxis). Hätte
aber nicht und niemand, dem sie das mitteilen und der diese Antwort
verstehen könnte.

Nein, es ist ganz und gar nicht sicher, dass wir auf dieser Ebene eine Analogie zum biologischen Prozess auf der Erde finden würden.

Die Wahrscheinlichkeit ist sogar gering, sehr gering.

Ich schlage nun den Haken zu dem russischen Kosmonauten, der nach
Rückkehr zur Erde erklärte, er habe nirgends einen Gott entdecken können.
Worauf ihm ein Chirurg antwortete, er habe schon viele Schädel geöffnet und Hirnoperationen vorgenommen, aber noch nirgends einen Geist gefunden.

Blöder Witz, aber schön.

Die materialistische Annahme, ein biologisches Gehirn sei nichts anderes als ein Computer, entsteht, wenn man versucht, das, was man noch nicht verstanden hat, mit dem zu erklären, was man schon verstanden hat.

Da das nicht Verstandene in der Regel das Komplexere ist, begeht man dabei den Fehler, zu vereinfachen, nicht über den Tellerrand hinauszuschauen, sondern sich in einen noch kleineren Teller zu setzen, weil man meint, Teller ist Teller und Horizont ist Horizont.

Du siehst, auch da gehe ich nicht mit.

Der Mensch hat seine Fähigkeiten durch Erschaffung von Technik stark erweitert und vergrößert. Wir können Unsichtbares sichtbar machen, Unhörbares hörbar - erlass mir die Aufzählung ...

Doch dies alles sind nicht feste Bestandteile des Menschen, des Menschseins oder der Menschheit, sondern Werkzeuge.

Ob die Problemlösungsfähigkeit von Gruppen in technisch unterstützten "Sozialen Netzwerken" wirklich größer ist, als die unter den Bauern eines Dorfes am Stammtisch, wage ich für die Mehrzahl zu bezweifeln. Und für die Minderzahl finden
sich Vergleichsmöglichkeiten auf intellektuellen Ebenen, die über den Stammtisch hinausgehen.

Ich unterbreche jetzt fürs Abendessen.

Die Tage schreib ich weiter.

Liebe Grüße
Wolfgang
 
 
 
 
Vielen Dank!
 
Da sind wir ja mal endlich völlig anderer Meinung!
 
Wie schön... :-)
 
Liebe Grüße und guten Appetit!
 
 
 
 
Hallo Stefan



Nun geht es ans Eingemachte.

Ich habe keine Vorstellung von einem Gott - und an die Götter der großen Religionsgemeinschaften glaube ich schon gar nicht.

Die ticken alle sehr sonderbar. Da bin ich schon lange und vollständig drüber weg.

Wie Du auch, betrachte ich die Welt, das All, das Universum, alles, was ich weiß und mir darüber hinaus vorstellen kann, und selbst das Unvorstellbare drumrum als EINS.

Alles was ist, ist - poetisch ausgedrückt - Sternenstaub. Technisch ausgedrückt: Materie als Erscheinungsform von Energie und Energie als Erscheinungsform von Materie.

Das Frappierende daran ist, dass dieses EINS dazu neigt, semistabile Strukturen auszubilden - und das auf allen Ebenen von Größenordnungen, die wir kennen.

Es existieren zweifelsfrei "Beziehungen" zwischen den Teilen, die insgesamt dieses EINS bilden. Beziehungen, die Organisation ermöglichen, angefangen bei den feinen Strukturen im Innersten der kleinsten Bausteine, die ein NICHTS zusammenhalten und ihm Eigenschaften verleihen, die schon so kompliziert sind, dass wir gerade anfangen Theorien aufzustellen und gigantische Maschinen
bauen, um diese Theorien zu verifizieren.

Mineralien bilden Gestein und unter hohem Druck Kristalle. Metalle verbinden sich mit Halogenen zu Salzen. Wasser wird von Licht in Dampf verwandelt, bildet Wolken, regnet, hagelt, schneit ab, bildet Gletscher, die Täler in die Landschaft fräsen.

Planeten ziehen auf Bahnen um ihre Sonnen. Eiweißbausteine verbinden sich zu Zellen und erlernen die Kunst, sich zu reproduzieren und lunter den Verhältnissen,
in denen sie existieren, zu überleben.

Darwin, der natürlich mit der Evolutionstheorie genau das beschrieben hat, was die Entstehung der Arten ermöglichte, hat allerdings den viel grundsätzlicheren Aspekt der Entwicklung außer Acht gelassen.

Ich bezeichne dies jetzt einmal, mangels eines besseren Ausdrucks, als "Die Eigenschaften des EINS in allen seinen Teilen".

Der Urknall ist für mich ein unvorstellbares Ereignis, dennoch erscheint mir die Theorie, dass dieses EINS aus einer auf einen Punkt konzentrierten Energie, von der heute noch alles was ist, "angetrieben" wird, sich in Raum und Zeit manifestierte, als eine sehr schöne und - bei aller Unvorstellbarkeit - nachvollziebare Theorie.

Schön auch deshalb, weil sie sich mit den ersten Sätzen der Bibel in Übereinstimmung bringen lässt.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Und Gott sprach, es werde Licht.

Die Ordnung, die wir kennen, die Ordnung, die wir noch zu ergründen versuchen, die Ordnung, nach der sich das "EINS" in seiner Vielheit zu immer neuen, immer komplexeren Formen organisiert und damit dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik Hohn spricht, jedenfalls dann, wenn er von kleinräumigen Versuchsanordnung auf das gesamte Universum übertragen wird, lässt sich gut mit einem "Wort" einer "Idee" einer "Vorstellung", einem "Plan" in Verbindung bringen.

Vor allem dann, wenn der erste Schritt dieses Planes bedeutet, die zusammengeballte Energie in Form von Licht in alle Richtungen zu entlassen, bis nach vermutlich sehr kurzer Zeit, die Energie begann, sich zu Materie zu konkretisieren ...

Weil ich zu klein bin, um zu verstehen, was ich glaube, zu wissen, habe ich mich vor einigen Jahren darauf zurückgezogen, dass das "LEBEN" als solches, wertvoll ist, weil es sich erkennbar immer höher entwickelt, ein noch gar nicht greifbares Ziel hat, und auf dem Weg zu diesem Ziel hat es alles hervorgebracht, was uns als "BIOMASSE" auf unserem Planeten umgibt, einschließlich uns selbst.

Von daher messe ich dem "LEBEN" einen sehr hohen Wert zu, der mich veranlasst, das LEBEN insgesamt mit großer Ehrfurcht und Achtsamkeit zu betrachten und darauf bedacht zu sein, die Entfaltung des Lebens nicht zu stören.

Es geht mir dabei weder um die einzelne Stubenfliege, noch um das einzelne Hausschwein. Noch nicht einmal um den einzelnen Menschen. Alles ist vergänglich und wird umgebaut und neu organisiert.

Zudem ist das Leben anpassungsfähig und kommt auch nach großen Verlusten und dem Aussterben ganzer Artengemeinschaften wieder neu zum Vorschein.

Doch was das Leben insgesamt bedroht - und da gehört die atomare Overkill-Kapazität ebenso dazu, wie die verantwortungslose Spielerei mit gentechnisch veränderten Organismen - das macht mir Sorge, das halte ich für - altmodisches Wort - Frevel, weil damit große, über Millionen von Jahren erreichte Ordnungen zerstört werden können, und das Leben damit zurückwerfen.

Lass es mich so sagen: Ich glaube, dass das Leben einen Sinn hat.
Ich glaube das, weil ich von der Selbstorganisation des EINS und der ihr vorausgegangenen Festlegung der "Naturgesetze", mit dem Ziel das hervorzubringen was wir schon erlebt haben, und noch vieles, was weit darüber hinaus reichen wird, überzeugt bin.

Das nenne ich: Bewusstsein, verbunden mit Verantwortung und Gestaltungswillen, basierend auf der Fähigkeit, die Umwelt wahrzunehmen und zu werten. Ein Bewusstsein, dessen Gestaltungswille teils egoistisch, teils altruistisch sein muss, weil alles EINS ist.

Verzeih, dass ich den Begriff KI in diesem zweiten Teil nicht mehr verwendet habe. Ich halte ihn für überflüssig.

Liebe Grüße
Wolfgang
 

Hallo Wolfgang,
zunächst einmal danke ich Dir für deine Mühe und muss mal wieder sagen, dass Du es viel klarer und deutlicher beschreibst, als ich es je könnte!
Zum zweiten Teil, nach dem hoffentlich leckeren Abendessen „Ich habe keine Vorstellung von Gott(…)“, bis hin zum Urknall (das klingt schön!) ticken wir glaube ich zu 100% gleich!
Zum Urknall möchte ich etwas anmerken, dass ich in Teilen etwas anders sehe.
Meiner Meinung nach ist dieser Punkt, der Urknall, sehr fern und sehr verlockend.
Natürlich zweifle ich, kleiner Tropf, hier keine solche Theorie an. Lediglich unsere Beschreibung als „der eine Punkt“ an dem alles anfing, ist für mich ein Denkfehler, vielleicht, die erste Grenze die wir neschreiben!?
Auch die Analogie zum Gotteswort ist in der Tat eine schöne Beschreibung! Ja, es passt irgendwie zum Urknall! Und es passt, als festgemauertes Fundament für die meisten Ideologien.
Die Ordnung des EINS in Begriffe zu fassen ist schwer.
Wort – Idee – Vorstellung – Plan. Es mit Worten zu beschreiben, eine Idee
von etwas zu haben, sich eine Vorstellung davon zu machen. Das beschreibt sehr gut
den Zustand, der uns forschen lässt und der uns Menschen ausmacht. Der Plan allein,
ist der Punkt an dem wir die ersten Fehler begehen. Wir nehmen den Plan allzu ernst
und strengen uns an ihn umzusetzen. Dabei wird eben dies viel zu leicht und viel zu oft
zu dem, was ich eigentlich hier nicht diskutieren wollte: die Ideologie.
Denk jetzt bitte nicht, dass ich Dir irgendetwas in dieser Richtung anheften will!!!
Dafür kennen wir uns glaube ich zu gut!
 
Wichtig ist für mich folgendes: mit der Vorstellung eines „Planes“ kommt eine neu Komponente hinzu: die Zeit.
Die Zeit, die uns gelehrt hat, was Materie ist. Im Sprachgebrauch ein konkretisierter, fester Zustand. Wobei „konkretisiert“ leider zu häufig vergessen und der feste Zustand vorausgesetzt wird!
Genau wie du es beschreibst! Die Begriffe lassen uns glauben, dass es so ist und legen uns fest. Die „Energie“, die ich ebenso nennen würde, bildet „Formen“ die in einer noch unbekannten Art und Weise interagieren. Das nennen wir Materie. Materie ist aber einer dieser viel gescholtenen Begriffe die uns oft festlegen und einschränken.
„Alles ist vergänglich und wird umgebaut und neu organisiert.“ Das finde ich sehr schön! Der Fluss des Lebens, die ständige Bewegung darin, die immer neue Formen bildet. Nichts vergeht oder verschwindet, nichts löst sich auf. Es ändert eben nur seine Form.
Bei dem Absatz über die Bedrohung des Lebens, dem Overkill und die Zerstörung einer über Jahrmillionen gewachsenen Ordnung, gerate ich aber ins Schwitzen!
Puhhh! Das ist schon sehr viel! Sehr viel mehr als ich zu kommentieren wage!
Dieser Absatz enthält bereits so viele Dinge, die man werten kann oder nicht.
Natürlich sehe ich das im Prinzip genauso! (Du hast da echt so ein Talent, mal eben die gesamte Weltgeschichte in einen Absatz zu fassen!)
 
Worauf soll ich da eingehen? Auf die Angst, die Sorge, die Empörung? Nein, das sind nur Gefühle. Der Gedanke, dass wir eine Ordnung zerstören könnten, die einem Plan unterliegt, zeugt von dem Selbstbewusstsein, das uns zu der Aussage bewegt, „Der Mensch ist die Krone der Schöpfung“. Da bist Du natürlich auch der Letzte, dem ich so einen Gedanken vorwerfen würde! Es ist lediglich die Richtung in der wir denken, der Glaube, der daraus entsteht und der viele Menschen in die Irre führt.
Und wieder taucht dieser Begriff auf: „Glaube“
Leider kann ich auch keinen anderen Begriff als den „Glauben“ nennen. Wenn das „Leben“ diese Form der Energie ist, die allem innewohnt und aus der alles besteht, und wenn wir die konkrete Form sind, die all das entwickeln und beeinflussen kann, dann ist es leicht zu begreifen, dass jeder Gedanke, der aus eben der gleichen Energie besteht, eine Änderung bewirkt.
Bewusstsein
Eben dieses Bewusstsein ist entstanden über den Faktor oder die Komponente Zeit. Es hat sich entwickelt und stetig verändert. Es ändert seine Form und zwingt uns Begriffe auf, die wir nicht verstehen. Es gibt uns die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und hält uns doch in Bahnen, die unser Überleben und damit, das uns bekannte Leben sichern. Was sonst ist Angst und Sorge und der Respekt zu allem Lebenden oder zu diesem unbekannten EINS?
Natürlich ist der Begriff KI nun überflüssig geworden. Und genau das wollte ich zeigen! Er ist überflüssig, weil alles EINS ist! So wie du es beschreibst!
 
Ich glaube der wesentliche Unterschied ist die Wertung, die wir zwangsläufig vornehmen und von der wir uns kaum befreien können. Angst, Sorge, Empörung und viele weitere Ding sind nötig um uns die Welt zu erklären. Sie werden aber allzuleicht benutzt und Missbraucht um uns in die falsche Richtung zu lenken. Weg von der nötigen Neutralität.
Es ist für mich schwierig zu beschreiben. Obwohl ich es tief in mir habe. Ich fühle es.
Ich will den Menschen aber nicht den Glauben nehmen oder ihre „Illusionen“(sorry mir fällt nix besseres ein…). Ich will dass die Menschen begreifen, wie wichtig diese Offenheit und Neutralität ist!
„Offen bleiben“, beschreibt es vielleicht. Trotz aller vorläufigen Festlegung und unzulänglichen Begriffe, eben dieses Bewusstsein erhalten. Diese Gewissen, was wir ein böses Gewissen nennen…
Ich denke du weißt, ebenso wie ich es von Dir glaube, was ich damit sagen will. Woher kommt diese tiefe Überzeugung, dass es richtig ist was ich denke? Ist es ebenso nur dieses über den Zeitfaktor entwickelte und angelernte Bewusstsein, das mich so denken lässt?
Oder ist es, neutral ausgedrückt, die Bewegung, die Schwingung des EINS, dieser unbekannten Energieform, die in mir pulsiert und einen Gleichklang erregt?
Eine Resonanz, die mir sagt, rechts oder links, an oder aus, EINS oder Null.
In der von uns gelernten Sprache und Sichtweise bin ich der Freak aus Bottrop, der diesen komischen Tick hat, Töne und Schwingungen wahrzunehmen und einfach alles und jeden versteht und in Einklang mit der jeweiligen Situation bringen kann.
In der „unbekannten“ Sprache und Sichtweise, bin ich eine Energieform, die sich sehr konkret in Schwingung versetzen kann und immer versucht eine Beziehung, eine Abhängigkeit der Energieformen, einen Gleichklang des EINS zu bewirken.
In dieser Form gibt es kein falsch oder richtig. In dieser Form gibt es keine Regeln und Grenzen. In dieser Form gibt es keinen Anfang und kein Ende. Diese Form existiert einfach.
Es liegt allein an uns, dieses EINS in die richtige Sprache zu übersetzen. Eine Sprache die wir verstehen und die das Leben, das EINS oder die Energieform in die richtigen Bahnen und Formen lenkt.
Was bleibt ist das EINS. Wenn wir begreifen, dass es keinen festgelegten höheren Plan gibt, keine vorbestimmte Richtung, kein anderes Ziel als die Existenz, dann haben wir einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
Daraus ergibt sich eben eine solch immanente Verpflichtung dieses EINS, dieses Leben aufrechtzuerhalten und weiter zu entwickeln, die weit über alle Regeln und Gebote hinausgeht.
Die Natur, um mal einen weiteren umstrittenen Begriff ins Spiel zu bringen den Du auch in Anführungszeichen gesetzt hast, zu erhalten, bedeutet demnach, die Energieform, in seiner existierenden und aus welchen Gründen auch immer entstandenen Form zu erhalten.
Ist das nicht so viel mehr als wir uns in unserer beschränken Sichtweise erträumen können?
Ich komme zum Ende.
Liebe, Vertrauen, positive Gefühle
Solche Worte und Begriffe, die uns antreiben und weiterbringen, sind für mich Synonyme für Bewegungen und Schwingungen die zum EINS, zur Energieform passen und mit ihr schwingen.
Dafür lebe ich, dafür würde ich sterben. Ist das nicht wahre Immanenz?
Sicher, in unserer Sprache sind Liebe und Vertrauen gewaltige Energieformen. In der Sprache des Seins, des EINS, sind es vielleicht nur passende Schwingungen die durch ihre Resonanz angeregt werden…
Natürlich vermische ich auch immer wieder diese beiden Sprachen. Aber wie soll man es sonst beschreiben? Das Unbeschreibliche, das doch so klar und doch so fern, darauf wartet entdeckt zu werden.
Und schon haben wir eine zweite immanente Aufgabe!
Das Leben (EINS, Energieform usw.) erhalten und herausfinden wie es funktioniert!
Ist das nicht wahrhaft großartig?
Vielen Dank für diesen Diskurs!
Bis die Tage
Stefan Neumann
 

vorher erhaltene Kommentare:
Interessant, diesen Ausführungen zu folgen und leider auch notwendig.
 
Wenn den Menschen der Begriff Intelligenz entgleitet, weil er auf rein kapazitive Rechenmacht angewandt wird, wird ihnen wohl auch über kurz oder lang die Intelligenz als solche abgesprochen werden. Was dann bleibt ist die Nutzung einer "Nebenfertigkeit" im allgemeinen Produktionsprozess, also der Umwandlung natürlicher Ressourcen in zunehmend sinnlose Produkte.
 
Sämtliche Großtaten der Menschheitsgeschichte, egal wie man zu ihnen und ihren Ergebnissen stehen mag, wurden erst dadurch ermöglicht, dass jemand sie sich vorstellen und dann auch konkretisieren, also in die Wirklichkeit umsetzen konnte. Nicht umsonst ist das amerikanische Wort für Beton concrete.
Im Amerikanischen steht diesem Wort ein anderes entgegen das die Kreativität, also die Gabe etwas zu konkretisieren, dem Menschen weitgehend abspricht und sie einem Gott zuweist, dem Gott zahlreicher christlicher Sekten dort. Diese Menschen nenne sich Kreationisten, ein Wort,das bedeutet, dass sie sich auf die Urkreation, also die Schöpfung beziehen. Hier wird angenommen, dass ein Gott in einem monströsen Akt die ganze Welt erschaffen hat. Über die Abfolge und den Verlauf dieser Urschöpfung darf man noch geteilter Meinung sein. Und um auf den kommentierten Artikel endlich Bezug zu nehmen, diese Schöpfung scheint kein ELSE zu kennen.
 
Genau dieses ELSE wäre es nämlich, das eine Welt ohne Menschen möglich macht, genauso wie eine Welt ohne Gott. Ein ELSE macht sogar ein Sterben der Welt oder Gottes möglich und am Ende wäre nichts ewig als das NICHTS.
Dieses ELSE, in der menschlichen Logik angewandt, würde die Gräben zwischen politischen und anderen Religionen einfach zuschütten.
Dieses ELSE wäre das, was wir brauchen um diesen Planeten friedlich und nachhaltig mit unseren Mitgeschöpfen zu bewohnen.
 
Die Negation dieses ELSE ist das aus dem doch so positiv konnotierten Wort "Alternative" gebildeten ALTERNATIVLOS
 
Wie weit würden Computer auf Grundlage der Formel IF - THEN - ALTERNATIVLOS kommen? Sie wären keine Computer, sondern das was man Maschinen nennt, mehr nicht. Also ist ein Computer, bzw., seine Programmierung eine Umsetzung menschlicher Wahlfreiheit in Maschinensprache.
 
Da Menschen aber neben dieser Möglichkeit einer Alternative immer auch noch die Möglichkeit haben, Alternativen selbst zu entwickeln, ist das menschliche Gehirn vielleicht so zu definieren, dass es ein Organ ist, das neben der komplexen Darstellung einer "Umwelt" aus eher dürftigem Dateninput die Möglichkeit hat, Teile oder sogar das ganze Datenmaterial nach Belieben immer wieder neu zuinterpretieren, so dass aus ein und dem selben Input mehr Welten geschaffen werden, als es Menschen gibt.
 
Das Schöne dabei ist, dass keine dieser Welten absolut sein muss. Die Gefahr ist, dass die Interpretation zu weit von der Datengrundlage abweicht und damit keine Auswirkungen mehr berechnen kann, somit an Relevanz für das reale Leben verliert.
 
Intelligenz ist demnach die Fähigkeit, unser persönliches Modell im Gleichklang mit der uns nur durch Augen, Ohren und Nase sowie Tast- und Fühlsinne bekannten Welt zu halten. Hierzu benötigen wir die "passive" Intelligenz, die richtigen Rückschlüsse aus den Rohdaten zu ziehen und die "aktive" Intelligenz, unser Verhalten diesen Ergebnissen so anzupassen, dass unser Leben , Überleben, oder Wohlleben gesichert ist.
 
Genau die Fähigkeiten dazu werden uns aber in den meisten "Erziehungsmodellen" möglichst weitgehend aberzogen. Und diese Fähigkeiten sollen nun Kampfdrohnen, Autos und Schachcomputer erlernen?
 
Das klingt nach dem x-ten Versuch die Fähigkeiten, die ein freies Wesen hat, mit der Unterwürfigkeit von Sklaven zu vereinen. Aber auch beim Menschen gehen diese Fähigkeiten in dem Maß verloren, wie die Unterwürfigkeit zunimmt. So werden auch "zuverlässige" Maschinen vielleicht furchterregende, aber dennoch dumme Kisten bleiben.
 
Was wir von den Maschinen lernen können? Wenn wir nicht wissen wozu wir das tun, werden wir immer dumm bleiben, egal wie viel Lernstoff wir in uns hineinschaufeln.
Intelligenz ist der Grad der "Selbstheit" des Menschen. Deshalb sollte diese Bezeichnung für Maschinen oder Computer noch lange nicht gelten.
 
Und für die Kreationisten unter uns: Der wahre Name Gottes lautet ELSE.
 
Egon Hauck

Erste und wichtigste Frage ist, was Bewußtsein und Lernen ist.
 
Der Psychiater, Psychologe, Philosoph und Lernforscher Manfred Spitzer hat Lesenswertes dazu geschrieben. „Lernen“ und „Vorsicht Bildschirm“ sind die bekanntesten seiner Werke.
 
Fazit ist, wenn „Datenbahnen“ im Hirn nicht mehr genutzt werden, verkümmern diese. Der heutige Mensch denkt und erinnert oberflächlicher u.s.w.
Sagen und Märchen müssen heute schriftlich festgehalten werden, weil die Volksseele sie in Bücher ausgelagert hat.
 
Gehirn funktioniert also wie viele Parallelrechner zusammen. Mit dieser Methode konnte man schon die Dysfunktion Schizophrenie hirnorganisch nachweisen.
Nächste Frage ist, ob eine biologische Hardware mit seit Geburt gefütterter Software auch als Grundlage einer aus anorganischer Materie gebildete Hardware durch lebenslanges Füttern mit Software, sprich Erfahrung, ersetzt werden kann.
 
Hierzu ein schon älteres Buch (1994)vom Physiker Frank J. Tipler: Die Physik der Unsterblichkeit. Hier wird beschrieben, wie die Hardware Mensch in Hardware anorganische Materie umgewandelt wird. Er ist der festen Überzeugung, dass der Turing-Test irgendwann funktionieren wird.
 
Die Dritte Frage ist die nach dem Aufenthaltsort des Geistes, der. noch etwas mehr als das Individualbewußtsein sein sollte (Definition?!)
Hierzu finde ich leider nicht den zuletzt gelesenen Artikel. Es geht darum , dass der Geist nicht im Innern der Zelle sitzt, dort liegen die Programme (Gene) zur Nutzung je nach äußerer Notwendigkeit. Die Entscheidungen werden also an der Schnittstelle zwischen Innen und Außen, genauer in den elektromagnetischen Feldern gefällt.
Computer oder Mensch scheint mir etwas zu kurz gegriffen.
Es wäre ein sehr interessantes Thema um sich auszutauschen.
„Alternativlosigkeit ist eine Form von Bewusstlosigkeit“.
Das paßt doch perfekt auf die heute durch Apps, Navi und andere modernen Errungenschaften beeinflußten Menschen. Man denkt digital. Will ich weiter, so geht nur „Strom an“ und alternativlos voraus. Strom aus heißt AUS. Else paßt nicht
Grüße
Eva Scherrer




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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Berührungen mit der Datenverarbeitung
 
Mit 16 Jahren habe ich gelernt. Lochkarten maschinell zu sortieren, zu mischen und die Steckplatinen der Bull Gamma 10 Tabelliermaschine mit Hilfe von Drahtverbindungen zu programmieren. Mit 17 Jahren durfte ich mein erstes kleines COBOL-Progarmm für eine Siemens 4004 schreiben, was diese prompt mit einem Absturz quittierte und einen "Dump" ausspuckte. Damals war das so: Ein fehlerhaftes Programm lieferte einen Speicherauszug ab, und weil die Speicher winzig waren, blieb die Menge Tabellierpapier, die dafür verbraucht wurde, sehr schön übersichtlich.
 
Bei der Bundeswehr bildete ich mich weiter - oder zurück, wie man es nennen will - und übte mich in Assembler und PL1.
 
Da war von Künstlicher Intelligenz (KI) noch nicht die Rede. Wir hatten damals nichts als große Rechenmaschinen mit vielen logischen Funktionen, bekannt als Bool'sche Algebra. Ein Programm zu schreiben, war eine Aufgabe, bei der es auf so viele Vorschriften und Kleinigkeiten ankam, dass ich die Lust am Programmieren gründlich verlor.
 
Ich sah meine Fähigkeit eher in der Systemanalyse, in der Logik, die eines Tages vom fertigen Programm beherrscht werden sollte, darin, meine Vorstellungen den Programmierern nahebringen zu können, und andererseits deren Probleme zu verstehen, und eine gemeinsame Lösung zu finden.
 
Das führte 1980 zu der Idee, als Problemlösung ein bundesweites Rechnernetz zu entwickeln, das auf eine zentrale Datenbank zugriff, die auch erst noch zu entwickeln war. Es gab zwar schon Datenbank-Werkzeuge, doch die Struktur der Datenbank musste selbst entwickelt und optimiert werden, denn einerseits war Speicherplatz teuer, andererseits waren Standleitungen teuer (und erbärmlich langsam) und dennoch mussten kurze Zugriffs- und Antwortzeiten auch unter Volllast garantiert werden, wenn also alle angeschlossenen Rechner mit allen Terminals gleichzeitig auf den Zentralrechner zugriffen.
 
Das war auch noch weit von künstlicher Intelligenz entfernt. Es waren betriebswirtschaftliche Regeln zu entwerfen, die das komplizierte Geschäft so abbildeten, dass die erwünschten Ergebnisse produziert wurden, und es waren programmtechnische Regeln zu erfinden, die es ermöglichten, viele gleichzeitige Zugriffe so abzuwickeln, dass keine gegenseitige Beeinflussung möglich war.
 
Kurze Zeit später war ich Projektmanager der Software-Entwicklung in einem gigantischen Hard- und Softwareprojekt, an dem weltweit mehr als 2.000 Menschen arbeiteten - und im Privatleben stozer Besitzer eines Commodore C64
 
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IF - THEN - ELSE Beispiel
 
Ein Versandhandelshaus möchte seinen Kunden einen Werbebrief schreiben. Natürlich nicht allen, sondern ganz gezielt männliche Kunden im Alter zwischen 18 und 29 Jahren ansprechen, die Schuhgröße 41 bis 45 haben und seit mindestens drei Monaten keine Schuhe mehr bestellt haben.
 
Mit dem "IF" wird nun die erste Kundennummer aus der Datenbank darauf geprüft, ob alle diese Bedingungen erfüllt sind, mit dem THEN erhält der Computer den Auftrag die Kundenadresse aus den Daten zu übernehmen und einen personalisierten Brief auszudrucken, sowie danach die nächste Kundennummer zu untersuchen.
Das ELSE sagt dem Computer, falls der gerade eingelesene Kundendatensatz den Bedinungen nicht entsprach, dass er zum nächsten Kunden übergehen soll.
 
Der Ansatz für Künstliche Intelligenz liegt weder im IF, noch im THEN, sondern im ELSE. Denn während die Vorschrift für die Aktion bei Vorliegen der Bedingung feststeht, könnte der Programmierer, für den ELSE-Fall, seiner Fantasie weiten Raum lassen, so lange er nur unbeschadet wieder zur nächsten Kundennummer zurückfindet.
 
Im Beispiel hätte nun zum Beispiel auf die gleiche Kundennummer die Abfrage erfolgen können, ob es sich, wenn schon nicht um einen jungen Mann, so doch zumindest um eine alte Rentnerin mit laufend hohen Bestellsummen handelt, oder um einen Kunden der schon länger als ein Jahr nicht mehr eingekauft hat. Die Rentnerin würde dann die Werbung für eine Rheumadecke erhalten, der vermisste Kunde einen Einkaufsgutschein über 30 Euro ...
 
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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

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ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
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H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de